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"Verlierer ist die Natur"

Etwa 30 Bürger aus dem Landkreis Traunstein demonstrierten gestern am Landratsamt gegen eine Olympiabewerbung der Region im Verbund mit München und Garmisch für die Olympischen Spiele im Jahr 2022.  Foto Kretzmer
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Etwa 30 Bürger aus dem Landkreis Traunstein demonstrierten gestern am Landratsamt gegen eine Olympiabewerbung der Region im Verbund mit München und Garmisch für die Olympischen Spiele im Jahr 2022. Foto Kretzmer

Traunstein - Mit Transparenten wie "Bei Olympia gibt es Gewinner und Verlierer. Gewinner ist wer? Verlierer ist die Natur", "Kein Flächenverbrauch für Olympia" oder "Nein Olympia im Chiemgau Größenwahn stoppen" demonstrierten gestern etwa 30 Bürger aus dem Landkreis Traunstein am Landratsamt gegen eine Olympiabewerbung der Region im Verbund mit München und Garmisch für die Olympischen Spiele im Jahr 2022.

Vertreter von Bund Naturschutz mit Zweitem Vorsitzenden Hermann Eschenbeck, der ÖDP mit Kreisrat Helmut Kauer, des Landesbunds für Vogelschutz und anderen Initiativen sprachen sich gegen jedwede weitere Olympische Spiele im Alpenraum aus. Die Gründe laut Eschenbeck: "Wir halten die Schäden für nicht mehr korrigierbar." Die finanziellen Belastungen für die Kommunen würden "gewaltig" sein: "Alle Orte, die bisher Olympische Spiele hatten, tragen noch immer ihre Schulden ab."

Von der Kreistagssitzung erhoffe man sich weiteren Aufschluss, was wirklich gebaut werden müsse. Zum Thema "grüne Spiele" meinte Hermann Eschenbeck: "Schon 1996 bei der Bewerbung Salzburgs wollten wir umweltfreundliche Spiele. Wir wurden nur als Feigenblatt benutzt." Sollten sich die Landkreisbewohner beim Bürgerentscheid am 10. November für die Spiele aussprechen, müsse man neu überlegen.

Demo-Organisator Walter Linner betonte, die verschiedenen Initiativen zwischen München, Garmisch und dem Chiemgau seien "breit aufgestellt". Er könne nur hoffen, dass man keine Spiele bekomme: "Der Größenwahn wird immer noch größer. Vernünftige Spiele werden wir nie kriegen." kd