Verkehrsspiegel und Linien sollen mehr Sicherheit für Radler in Wasserburg bringen

Das Fahrrad fahren soll in Wasserburg sicherer werden. Cater

Es gibt einige markante Stellen in Wasserburg, da leben Radfahrer gefährlich. Der Bauausschuss hat sich jetzt auf Antrag der CSU mit Lösungskonzepten beschäftigt.

Von Andrea Klemm

Wasserburg – „Durch diese Linie sollen die Radfahrer aufmerksam gemacht werden“, sagte Wolfgang Schmid (CSU) im Bauausschuss zum Antrag, den seine Fraktion gestellt hat: Die Stadt möge Fahrbahnmarkierungen am Grandlweg in Reitmehring und an der Geh- und Radwegunterführung an der B304 bei Gabersee anbringen – weil es da unübersichtliche Stellen gibt und es zu Kollisionen mit sich begegnenden Radfahrern kommen könnte. Die durchgezogene Linie auf der Fahrbahn soll die Radfahrer auf der jeweils rechten Seite halten. „Die Leute nehmen Schwung und fahren die Kurve aus und wenn einer entgegen kommt, wirds dann eng“, so Schmid.

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Die Verwaltung hat die Polizei um eine Stellungnahme gebeten. Diese weist darauf hin, dass sich der Grandlweg beim Haus Nummer 5 verjüngt, es sich um eine Ortsstraße handelt, wo nicht nur Fahrradverkehr, sondern auch der allgemeine Verkehr zulässig ist.

Eine Fahrstreifenbegrenzung im Sinne des Antrages sei nicht möglich, weil die durchgehende Linie nicht überfahren werden darf. Damit würde man faktisch den Pkw-Verkehr unterbinden. Die Polizei schlägt stattdessen vor, einen Verkehrsspiegel anzubringen. Den befürworteten alle Ausschussmitglieder. Auch wegen der Unterführung wurden Bedenken geltend gemacht. Auf dem von der B304 einmündenden Geh- und Radweg dürfte die Linie nicht überfahren werden – man könnte dann nur noch nach rechts nach Reitmehring abbiegen. Zudem würde ein Überholen von Fußgängern gänzlich unterbunden. Darum einigte man sich im Ausschuss mehrheitlich im Unterführungsbereich auf eine gestrichelte Linie.

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Christian Stadler (Grüne) gab zu Bedenken, dass das neue Klinikum in Gabersee auch eine Anbindung an den ÖPNV und einen barrierefreien Zugang bekomme, dessen Zufahrt über die Unterführung erfolge. Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) nickte und sagte, er bespreche dieses Thema regelmäßig mit dem Staatlichen Bauamt. Seniorenreferentin Friederike Kayser-Büker (SPD) sagte, die Stadt setze sich für eine barrierefreie Bus- und Fahrradanbindung zur Klinik ein. Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann erklärte, der Belag an der Unterführung sei ziemlich kaputt und müsste eigentlich erneuert werden.

Das bekräftigte Stadler. „Eine Linie aufzubringen, macht doch nur Sinn, wenn die Schlaglöcher behoben werden. Man muss da ja so aufpassen, dass es einen nicht zerlegt.“ Weil er eine Fahrbahnmarkierung auf einer kaputten Fahrbahn für unsinnig hält, stimmte er dagegen. kla

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