Antrag abgelehnt

Unterreiter Gemeinderat positioniert sich: Klares Nein zum weiteren Kiesabbau

Wenn in Grünthal-Salzöd der Kiesabbau erweitert werden würde, wäre die Rodung eines bewaldeten Bereiches nötig. Der Gemeinderat Unterreit ist dagegen.
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Wenn in Grünthal-Salzöd der Kiesabbau erweitert werden würde, wäre die Rodung eines bewaldeten Bereiches nötig. Der Gemeinderat Unterreit ist dagegen.
  • vonMarianne Fill
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Das sorgte für eine angeregte Diskussion: Dem Gemeinderat Unterreit lag ein Antrag auf Kiesabbau in der Gemarkung Grünthal-Salzöd durch die Firma Wilhelm Geiger auf dem Tisch. Das Gremium positionierte sich eindeutig gegen den weiteren Kiesabbau.

Unterreit – Das Unternehmen beantragt die Abgrabungsgenehmigung sowie die Errichtung einer Werkstatt und eines Büro-Containers. Die Abbaufläche liegt in einem bewaldeten Bereich, eine größere Rodung würde dies zur Folge haben und dadurch das Landschaftsbild enorm verändern, hieß es in der öffentlichen Sitzung. Außerdem sei eine gemeinsame Zufahrtsstraße mit dem jetzigen Kieswerk nicht zu befürworten, durch eine zweite Zu- und Ausfahrt würde die Staatsstraße zu stark belastet werden, argumentierte das Gremium.

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„Es is doch guat iatz, dass‘s gor is“

Gemeinderat Anton Manhart (FWG) war der Meinung, dass der Kiesbedarf durch die Firma Zimmermann im Gemeindegebiet ausreichend gesichert sei. Er ist grundsätzlich gegen eine Ausbeutung. Dem stimmte auch Thomas Mittermair (FWG) zu, er berief sich auch auf das starke, damit verbundene Verkehrsaufkommen und den Naturschutz. Bürgermeister Christian Seidl (FWG) und Daniela Fischer von der Verwaltungsgemeinschaft Gars informierten den Rat darüber, dass die Gemeinde wichtige Argumente bei einem Nein liefern müsse. Außerdem seien die Unterschriften der angrenzenden Grundstückseigentümer nicht vollständig, sie seien nicht mit dem geplanten Vorhaben einverstanden. Bürgermeister Seidl gab aber auch zu bedenken, dass der Landkreis grundsätzlich für die Genehmigung zuständig ist und nach Prüfung aller Vorgaben die Erlaubnis zum Kiesabbau geben kann.

Kommune kann nur Stellung nehmen

Die Gemeinde kann nur eine Stellungnahme abgeben. Der einstimmige Beschluss lautete: Dem Antrag auf Kiesgewinnung durch die Firma Geiger wird nicht zugestimmt, da der Kiesbedarf gedeckt sei und in unmittelbarer Nähe der Abbau der Firma Zimmermann bereits begonnen habe.

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