Unterreit: Nachruf auf Marianne Weilnhammer

Marianne Weilnhammer
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Marianne Weilnhammer
  • vonMarianne Fill
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Mit dem Tod von Marianne Weilnhammer ging auch ein Stück Wang. ‚Denn sie wird nicht nur als Mittelpunkt in ihrer Familie fehlen, sie war auch immer um das Wohl der Gemeinde Unterreit besorgt.

Unterreit – 24 Jahre war Marianne Weilnhammer als Gemeinderätin aktiv und hatte von 2004 bis 2014 als zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Unterreit immer ein offenes Ohr für ihre Mitbürger. Auf eigenen Wunsch stellte sie bei den vergangenen Kommunalwahlen ihr Amt zur Verfügung, vielleicht schon wissend, dass die Kraft nicht mehr reichen würde.

Auch dem kirchlichen Leben gehörte ihr Leben. Sie war jahrzehntelang Mitglied im Kirchenchor, davon viele Jahre Chorsprecherin. Sie war Mitglied in der Frauengemeinschaft und aktiv in der Seniorenarbeit tätig.

Geboren wurde sie am 3. Februar 1940 als Marianne Scherer in Brandstett. Die ersten Lebensjahre wuchs sie bei ihrer Großmutter und bei ihrer Tante Lin auf. Nach der Heirat der Mutter Agnes Scherer mit Ignaz Grundner vergrößerte sich die Familie mit der Geburt der vier Brüder Josef, Hans, Georg und Hermann.

Zur Schule ging sie zuerst in Mittergars und später kam sie ins Kloster Zinneberg, dort erlernte sie auch den Beruf einer Wäscheschneiderin. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung wechselte sie zur Firma Fuchs in Wasserburg.

Eine glückliche Zeit begann für sie im Oktober 1967 mit der Heirat mit dem Schmiedemeister Karl Weilnhammer. Das junge Paar lebte bis 1987 in Stadl, die Tochter Andrea und Sohn Thomas vervollständigten das Familienglück. Nach Wang in das Elternhaus des Gatten zog die Familie im Jahr 1987. Dort betrieben ie eine landwirtschaftliche Werkstatt.

Ein schwerer Schicksalsschlag war vor zehn Jahren der Tod ihres Ehemanns, den sie in den letzten Monaten aufopferungsvoll pflegte.

Als Oma war sie sehr stolz auf ihre Enkelkinder Julia und Christina, die mit ihren Besuchen immer viel Freude bereiteten. Die Trauer um ihre geliebte Oma brachte besonders ihre Enkelin Julia mit ihrem Gedenken am offenen Grab zum Ausdruck.

In den letzten Monaten ihres erfüllten Lebens war Marianne Weilnhammer gesundheitlich sehr angeschlagen, nach längerem Krankenhausaufenthalt nahm sie für immer Abschied.

Auf ihrem letzten Erdenweg begleiteten sie auch Altbürgermeister Gerhard Forstmeier und Bürgermeister Christian Seidl. In ihren Trauerworten dankten Forstmeier und Seidl der Verstorbenen für 24 Jahre Zusammenarbeit im Gemeinderat: „Die Marianne hat viel Zeit und Kraft zum Wohle des Gemeinwesens aufgebracht, wegen ihres ruhigen und überlegten Wissens war sie allseits beliebt“.

Leider konnte sie die offizielle Verabschiedung nicht mehr erleben, sie starb nur weniger Tage vor dem Termin.

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