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Bürgerversammlung in Unterreit

Baugebiet Stadl Nord ist in der Kritik: Ein Punkt stößt den Bürgern besonders sauer auf

Bürgermeister Christian Seidl stellte bei der Bürgerversammlung beim Wirt in Unterreit die Projekte der Gemeinde vor.
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Bürgermeister Christian Seidl stellte bei der Bürgerversammlung beim Wirt in Unterreit die Projekte der Gemeinde vor.
  • VonAnja Leitner
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Bei der Bürgerversammlung in Unterreit stellte Bürgermeister Christian Seidl die großen und kleinen Projekte der Gemeinde vor. Ein viel diskutiertes Thema war dabei das Baugebiet Stadl Nord III.

Unterreit – Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnte nun die Bürgerversammlung in Unterreit stattfinden – und auch für Bürgermeister Christian Seidl war es die erste Versammlung seit seiner Wahl 2020. Der Rathauschef gab im vollen Saal beim Wirt einen Überblick über die großen und kleinen Projekte der Gemeinde.

Ein viel diskutiertes Thema: das Baugebiet Stadl Nord III. Im Dezember 2021 wurde der erste Abschnitt vom Gemeinderat genehmigt. Neun Parzellen entstehen dort, heuer im Spätsommer soll die Vergabe stattfinden, ab Mai 2023 könne voraussichtlich gebaut werden, erklärte der Rathauschef.

Umsetzung zu langsam? Bürger üben deutliche Kritik

Allerdings wurden in der Versammlung Stimmen laut, das Projekt ziehe sich bereits lange hin. „Seit vier, fünf Jahren ist die Gemeinde dran. Meine Tochter hat mittlerweile woanders gebaut. Und es werden weiterhin Bewerbungen akzeptiert“, beschwerte sich ein Bürger.

Seidl versuchte zu beschwichtigen, indem er erklärte: „Es dauert nun mal. Die Bewerbungsfrist für die Parzellen läuft nach wie vor, das ist gesetzlich vorgegeben, daran müssen wir uns halten, sonst fällt uns das Vorhaben auf die Füße. Die Zeit müssen wir uns jetzt noch nehmen, dann ist es durch.“

Ein weiteres Projekt ist die Umrüstung von einer Öl- auf eine Hackschnitzelheizung im Kloster Stadl. Bürger, die ihre Häuser an die neue Heizung anschließen möchten, könnten sich bei der Firma Pflügl melden, „was in der derzeitigen Situation mit den steigenden Energiepreisen keine schlechte Idee ist“, wie der Rathauschef verdeutlichte. In den nächsten Monaten würden die Verträge dazu abgeschlossen werden, so Seidl.

Besonders am Herzen liegt dem Radhauschef unter anderem das Thema Radwege, das er gemeinsam mit dem „Arbeitskreis zur Verbesserung der Radwegesituation in der Gemeinde Unterreit“ in Angriff genommen hat. Dabei wurden heuer verschiedene Strecken begutachtet, kaputte Stellen repariert und aufgekiest, beispielsweise von Unterreit nach Oberbierwang und in Oberreit, wie der Bürgermeister berichtete. An der viel befahrenen Hauptstraße in Unterreit hätte die Gemeinde außerdem Geschwindigkeitsmessstationen aufstellen lassen. Die Resonanz der Anwohner sei sehr positiv, weil der Verkehr nun deutlich langsamer fahren würde, erklärte der Rathauschef.

Auch der im März begonnene Umbau des Spielplatzes in Stadl sei bei den Bürgen sehr gut angekommen. Umgesetzt werde das Projekt mit Stefan Asenbeck aus Oberreit, der schon zahlreiche Spielplätze und Treffpunkte gemeinsam mit Kindern und Eltern geplant und gebaut habe. Asenbeck, der in der Bürgerversammlung anwesend war, verdeutlichte, dass „jeder, der dazu etwas beitragen möchte, eingeladen ist – sei es Hilfe oder Material wie Holz oder Steine – es ist ein Gemeinschaftsprojekt für alle.“

Viel beschäftigt ist Seidl auch mit dem Thema Glasfaserausbau (wie berichtet). Ab dem Frühjahr 2023 sollen sämtliche Häuser im Gemeindegebiet Unterreit damit ausgestattet werden. Dafür eingeplant seien 2,2 Millionen Euro, davon übernehme der Staat 90 Prozent, die Gemeinde die restlichen zehn Prozent.

Auch das Mobilfunknetz weise noch viele „weiße Flecken“ auf, also zahlreiche Orte ohne Netz. „Wir haben mit Grünthal, Unterreit und Wang eben eine lang gezogene Gemeinde. Eigentlich bräuchten wir drei Masten, um alle Bürger ausreichend versorgen zu können“, erklärte der Rathauschef. In Jettenbach sei jüngst ein Mobilfunkmast aufgestellt worden, „es könnte also sein, dass die Grünthaler davon schon profitieren.“ Seidl schlug als Standorte beispielsweise den Bauhof und die Feuerwehr Wang vor: „Das Aufstellen von Masten ist ein heikles Thema. Aber ich will nicht verantwortlich sein, wenn ein Notfall eintritt und man niemanden erreichen kann“, betonte er.

Ein weiteres Großprojekt ist die Engstelle im „Irlhamer Holz“ – kurz vor Schmalzöd. Sie soll im Zuge der Sanierung der St 2092 zwischen Wasserburg und Kraiburg verbreitert werden. Seidl berichtete, dass er mit den Anwohnern in Kontakt stehe und er durchweg positive Resonanz bekomme, was die Grundstückabtretungen betreffe: „Wir sind da sehr dahinter“, verdeutlichte er.

Gestaltung des Friedhofs in Wang

Abschließend stellte der Bürgermeister noch einen Vorschlag zur Gestaltung des Friedhofs in Wang vor. Das Pflaster werde erweitert, möglich wären auch eine Blumenwiese und Sitzgelegenheiten zum Verweilen. Das Urnenfeld soll so umgestaltet werden, sodass niemand mehr drauf tritt – mit niedrigen Sträuchern und einer zweiten Reihe von Bodenplatten gegenüber. Eine Bürgerin bemerkte an, dass die Beleuchtung dort sehr schlecht sei. Auch diesbezüglich werde man sich kümmern, versprach Seidl.

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