„Unter dem Strich hat es Spaß gemacht“

Herbert Unterhaslberger Günster
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Herbert Unterhaslberger Günster

Maitenbeth – 30 Jahre saß Herbert Unterhaslberger im Maitenbether Gemeinderat.

Wie kam er dazu? Der Vater saß damals in der Aufstellungsversammlung und brachte dort seinen nicht anwesenden Sohn ins Spiel. Der war daheim und anschließend überrascht, aber nicht abgeneigt, und wurde fortan immer wieder gewählt.

Was war wichtig? Etwa die Neugestaltung der Ortsmitte oder die Unterführung der Bundesstraße „endlich nach Jahrzehnten“. War das leicht? Nein, ein besonderes Erlebnis war etwa die Planung des damals neuen Fußwegs von Marsmeier nach Maitenbeth. Es habe für ihn überraschend „viele Anfeindungen“ gegeben.

Eine Enttäuschung war die Entscheidung zur A94, letztlich war er mit seinem Standpunkt alleine. Und: die gescheiterte Flurbereinigung im Norden, „das wurmt mich immer noch“.

Doch unterm Strich haben „28 Jahre von den 30 wirklich Spaß gemacht“, wenn er auch stets auf den Punkt drängte, „stimmen wir ab!“. Dinge ging er pragmatisch und mit Humor an. Bei manchem helfe das Reden sowieso nichts, erkannte er, denn „das meiste ist vorgegeben“. Jetzt mit 66 Jahren „sollten Jüngere in den Rat“, findet er, „ich hab‘ die Energie nicht mehr“.

Die Arbeit mit dem Computer erfordere mittlerweile mehr Zeit und Aufmerksamkeit und im Gremium sei es auch „nicht mehr so locker“. Bei den Bürgern habe der Egoismus im Laufe der Zeit zugenommen. Überrascht habe ihn immer wieder, wenn ihn nach unpopulären Entscheidungen Leute nicht mehr grüßten oder wieder grüßten. Es gab durchaus die Erkenntnis im Rat, dass sich nach Sitzungen „der jeweilige Freundes- und Feindeskreis ändern“ könne. kg

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