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Musik aus der Heimat

Ungewöhnlich und experimentell: Isener Band „De Hoglbuachan“ feiert 30-jähriges Bestehen

„De Hoglbuachan“ 1994 (vorne, von links): Manfred Rampfl, Reinhard Rampfl, Gerhard Vitzthum, (hinten, von links) Andreas Schwaiger, Alois Maurer, Ludwig Vitzthumre
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„De Hoglbuachan“ 1994 (vorne, von links): Manfred Rampfl, Reinhard Rampfl, Gerhard Vitzthum, (hinten, von links) Andreas Schwaiger, Alois Maurer, Ludwig Vitzthumre
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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30 Jahre stehen Manfred Rampfl, Reinhard Rampfl, Gerhard Vitzthum, Andreas Schwaiger, Alois Maurer und Ludwig Vitzthum von „De Hoglbuachan“ gemeinsam auf der Bühne. Wie der „zusammengewürfelte Haufen“ entstanden ist und wie die Musiker ihre Lust aufs Spielen erhalten, erzählen sie uns.

Isen – 30 Jahre auf der Bühne stehen, das kann nicht jeder von sich behaupten. Darüber sind sich auch „de Hoglbuachan“ aus Mittbach, bei Isen bewusst. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagt Bandmitglied Gerhard Vitzthum. Wobei „auf der Bühne“ stehen die falsche Bezeichnung ist, denn meistens stehen die sechs Mitglieder der Gruppe gar nicht auf der Bühne, sondern zwischen Tischen auf Hütten und Geburtstagsfeiern.

„Das gefällt uns“, sagen die Sechs, „das ist das, was uns Spaß macht.“ Früher, „in jungen Jahren“, wie Vitzthum mit einem Schmunzeln sagt, habe die Band öfter auf Bühnen gespielt, vor allem in Bierzelten, heute nicht mehr. Heute spielt die Gruppe „unplugged“, also ohne Verstärker. „Dadurch hat man eine bessere Verbindung zu den Leuten.“

Musik mit Gartenschläuchen

An Konventionen, daran halten sich „de Hoglbuachan“ ohnehin nicht gern. Bei der Musik wird auch mal mit Gartenschläuchen experimentiert oder der Bariton mit einem Rohr verlängert. „Volksmusik soll allen Spaß machen, das ist das, was diese Musik ausmacht“, davon sind die „Hoglbuachan“ überzeugt.

Für die Musik hat die Band schon manch ungewöhnliches Experiment durchgeführt.

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An die strengen Regeln der Volksmusik halten sie sich deshalb auch nicht immer. Stattdessen mischen sie auch mal einen Boarischen mit einer Brise Dixieland oder Swing, schreiben eigene Songs und Texte. „Wenn man da an den Regeln festhält, wenn man das so konserviert, dann ist das irgendwann keine Volksmusik mehr“, sagen die sechs.

Auftritte hatte die Gruppe bevor es sie gab

Doch nicht nur die Musik der „Hoglbuachan“ ist ungewöhnlich, auch die Entstehungsgeschichte der Band ist unkonventionell. Denn die Gruppe hatte schon zwei Buchungen, bevor sie überhaupt existierte. Für Freunde, die Nachwuchs bekommen haben, spielte ein zusammengewürfelter Haufen an Musikanten ein Ständchen.

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„An bierseligen Abend wurden wir dann von den Schützen für ihr alljährliches Fisch-Essen engagiert“, erklärt Vitzthum. Kurzerhand stimmten sie zu, um am nächsten Tag – im nüchternen Zustand – festzustellen, dass sie gar keine Band und kein Repertoire hatten. Absagen konnten sie nicht, denn das Schicksal wollte es anders.

Schon kurz darauf erhielten die beiden das nächste Angebot für einen Auftritt, eine Isar-Floßfahrt. Der Beschluss, tatsächlich eine Musikgruppe zu gründen, wurde gefasst. Nach zwei Namenswechseln wurden daraus schließlich die „Hoglbuachan“, basierend auf der bayerischen Bezeichnung für die Hainbuche. „Wir wollten was, das zeigt: Die lassen sich nicht unterkriegen die spielen auch noch um fünf Uhr morgens.“

Sie sind auch international unterwegs

Das der Abend länger wurde, kam öfter in den vergangenen 30 Jahren vor, nicht nur in Deutschland. Denn „de Hoglbuachan“ waren auch schon international bei Volksfesten unterwegs.

Zum Beispiel in der Türkei. Dort wurden sie gemeinsam mit sechs Fässern Bier vom Club Robinsson eingeflogen, um ein Oktoberfest musikalisch zu umrahmen. Auch auf der anderen Seite des Atlantiks war die Band schon vertreten, beim Volksfest in Charlotte, North Carolina.

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Das 33-Jährige soll gefeiert werden

Dass es den sechs nach 30 Jahren, obwohl alle berufstätig sind und zum Teil aus dem Heimatort Mittbach weggezogen sind, immer noch klappt, dafür sind sie dankbar. „Es ist schon etwas besonderes, dass wir alle immer noch so viel Spaß haben“, sagen sie. Die Erlebnisse, die Musik, das schweiße zusammen. Während Corona sei es gezwungenermaßen ruhiger rund um die Musikgruppe geworden, entsprechend musste auch die Feier zum 30-jährigen Bühnenjubiläum ausfallen. Das findet sie aber gar nicht so schlimm, denn die Band feiert ihre runden Geburtstage nicht.

30 Jahre später denken die sechs (von links): Alois Maurer, Manfred Rampfl, Gerhard Vitzthum, Ludwig Vitzthum, Reinhard Rampfl, Andreas Schwaiger nicht ans Aufhören.

„Unser Zehnjähriges haben wir damals vergessen“, erklärt Vitzthum, „die Feier haben wir deshalb im nächsten Jahr nachgeholt.“ Entsprechend ist die Tradition entstanden, Schnapszahlen zu feiern. „Hoffentlich können wir dann in drei Jahren feiern, zum 33-Jährigen.“

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