Umspannwerk: Pläne abgelehnt

Obing – Wieder hat sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung intensiv mit dem Antrag der Bayernwerk Netz GmbH auf Ersatzneubau für ihr Obinger Umspannwerk westlich von Ilzham im Haiminger Feld beschäftigt.

Neben dem Umspannwerk selbst soll auch ein 20-KV-Schalthaus und eine Schaltanlage errichtet werden. Mit einer Gegenstimme von Simon Voit (BL) wurde der Bauantrag abgelehnt, weil die Erschließung des Baugrundstückes nicht gesichert ist. Die Gemeindeverbindungsstraße „Herndlingerstraße“ liegt zum Teil nicht auf dem vermessenen Grundstück, sondern in privaten Flächen. Außerdem weist die Straßenfläche teilweise nur eine Breite von 1,6 Metern auf. Betont wurde im Beschluss des Gemeinderates Obing, dass es das Gremium sehr begrüßt, wenn das Umspannwerk aus dem Hauptort nach draußen verlegt wird. Doch sei es Aufgabe des Antragstellers, die Zufahrtsmöglichkeit zu seinem Bauvorhaben abzuklären. Außerdem signalisierte der Rat, dass er nach wie vor einen nicht so einsehbaren Alternativstandort am Wald bevorzugen würde und auf die Prüfung dieser Option durch die Bayernwerk Netz GmbH setze.

Im Übrigen sollten die Dachüberstände entsprechend den Bestimmungen der Gestaltungssatzung ausgeführt werden, bezüglich der Fensterformate und der Gestaltung der Einfriedung kündigten die Obinger Gemeinderäte die Bereitschaft zu Ausnahmegenehmigungen von der Gestaltungssatzung an.

In der Diskussion wurde deutlich, dass für die Absicherung der Zufahrt das Hauptproblem ist, die nötigen privaten Flächen zu erwerben. Da nicht absehbar sei, wann das möglich sein werde, hielt es Gemeinderat Franz Pürner (CSU) nicht für sinnvoll, sich überhaupt gegenwärtig mit dem Bauantrag so genau zu beschäftigen. Jedem privaten Bauwerber würde man erst einmal die Aufgabe stellen, die Zufahrt zu regeln.

Simon Voit (BL) dagegen war der Meinung, das Freiwerden des Bayernwerk-Grundstücks in Obing selbst sei für die Ortsentwicklung so wichtig, dass die Gemeinde bei der Sicherung der Zufahrt unterstützend tätig werden sollte. igr

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