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Eindrucksvolle Mahnwache

Ukraine-Krieg: Wasserburger fordern die Rückkehr zur Diplomatie

Pfarrer Peter Peischl sprach den russischen Staatschef Putin persönlich an: Dieser werde schuldig vor Gott und den Menschen.
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Pfarrer Peter Peischl sprach den russischen Staatschef Putin persönlich an: Dieser werde schuldig vor Gott und den Menschen.
  • VonKarheinz Rieger
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Kabarettist Michael Altinger war einer der prominentesten Redner bei der Mahnwache gegen den Ukraine-Krieg in Wasserburg. 120 Bürgerinnen und Bürger zeigten sich solidarisch mit den Menschen im Kriegsgebiet. Und stellten klare Forderungen.

Wasserburg – 120 Wasserburger haben ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine bekundet – bei einer Mahnwache an der Frauenkirche, die eindrucksvoll bewies, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt zusammenstehen, wenn es um den Appell für den Frieden geht.

Seit dem frühen Morgen des 24. Februar herrscht nach dem Angriff Putins auf die Ukraine Krieg in Europa. Es fanden Raketenangriffe auf Kiew und andere Städte statt, russische Truppen überschritten in mehreren Landesteilen die ukrainische Grenze, es gab und gibt weiterhin Tote und Verletzte zu beklagen. Dass ein solcher Bruch mit den elementarsten Regeln der internationalen Ordnung auch in Wasserburg missbilligt und verurteilt wird, zeigte sich am Samstag anlässlich einer spontan vom Bündnis „wasserburg.bunt“ organisierten Mahnwache mit gut 120 Teilnehmenden.

Forderung: zurück an Verhandlungstisch

Dass ein Krieg in Europa, der nie hätte kommen dürfen, jetzt doch da sei und die Menschen in der Ukraine in Verzweiflung gestürzt habe, verdiene Mitgefühl und Unterstützung, betonte der Sprecher des Bündnisses, Chris Peiker, stellvertretend für alle Teilnehmer bereits in seinem Eröffnungsbeitrag. Krieg bringe keine Gewinner hervor, aber die Folgen würden noch Jahre spürbar bleiben, deshalb wünsche er sich einen Weg zurück zur Diplomatie.

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Dass dieser Krieg vielfältige Auswirkungen auf unser Leben haben werde, stellte Bündnis-Sprecherin Steffi König heraus. Die Kämpfe würden zwar nicht enden, „nur weil wir hier in Wasserburg auf die Straße gehen“, betonte sie, aber man müsse ein Zeichen auch an die mutigen, von Verhaftung bedrohten, für den Frieden demonstrierenden Menschen in Russland senden. Es sei letztlich nicht ihr Krieg, sondern der von Putin. Zudem warb sie dafür, den Weg frei zu machen für die derzeit aus der Ukraine Flüchtenden.

Altinger: Forderung nach echten Sanktionen“

Der 24. Februar, an dem Putin-Russland das Völkerrecht mit Füßen getreten habe, werde als unrühmlicher Tag in die Geschichte eingehen, stellte Bürgermeister Michael Kölbl fest. Er glaube zwar nicht, dass Putin sich von Protesten beeindrucken lassen werde, letztlich sei es aber wichtig Russland und die Ukraine wieder an den Verhandlungstisch zu holen.

Dass das Thema Krieg noch nicht wirklich alle Köpfe erreicht habe, bedauerte Kabarettist Michael Altinger, seit der Gründung Schirmherr von „wasserburg.bunt “. Dass die Staatschefs Europas ihren Leuten schon wegen der laufenden Corona-Maßnahmen nicht noch weitere Einschränkungen zumuten wollten, dafür zeigte Altinger Verständnis. Diese kämen aber durch den Ausschluss Russlands von SWIFT unausweichlich auf uns zu. Altinger fragte deshalb nach, inwieweit jeder bereit sei, sich weiter einzuschränken, da echte und starke Sanktionen auch uns weh tun würden. Sie seien letztlich aber die einzige wirksame Waffe gegen Putin.

Appell: nicht wegschauen

Kritik an der aktuellen Propaganda aus Russland mit Falschmeldungen und der dabei oft verwendeten beleidigenden Wortwahl übte Pfarrer Peter Peischl, ebenso kritisierte er aber auch das Wegschauen als einfachste Lösung für die aktuellen Probleme. Deutlich sprach Peischl den russischen Staatschef am Ende seines Beitrags persönlich an. „Herr Putin, mit dem, was Sie und andere angezettelt haben, werden Sie schuldig vor Gott und den Menschen.“

Appell: ein Zeichen durch Hilfsangebote setzen

Dass die Menschen in Wasserburg zusammenstehen und durch besondere Hilfsangebote ein Zeichen setzen sollten, regte Stadträtin Heike Maas an, ihre Kollegin Edith Stürmlinger als Dritte Bürgermeisterin wünschte sich, dass der Konflikt der kämpfenden Volksgruppen in der Zukunft nicht auch noch in Wasserburg selbst ausgetragen werde.

Warben eindringlich um Frieden: (von links) Bürgermeister Michael Kölbl, Steffi König und Chris Peiker vom Bündnis „wasserburg.bunt“ und Kabarettist Michael Altinger.

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