Über 300 Tafeln dokumentieren die Geschichte der Heimat

Übergabe des Zuwendungsbescheids für das Projekt „Chiemgauer Ortgeschichten – Pittenhart, Höslwang, Nußdorf“: (Von links) Hans Gnadl (Bürgermeister Nußdorf), Christian Fechter (LAG Manager Chiemgauer-Seenplatte), Sebastian Wittmoser (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim), Peter Volk (Zweiter Bürgermeister Nußdorf), Sepp Reithmeier (Vorsitzender der LAG Chiemgauer-Seenplatte), Sebastian Guggenhuber (Ortsheimatpfleger Pittenhart), Matthias Maier (Bürgermeister Höslwang) und Anna Prankl (engagiert sich für Leader-Projekte in Höslwang). Graichen

Pittenhart/Höslwang/Nußdorf −. Mit Projekten zu „Ortsgeschichten der Chiemgauer Seenplatte“ leisten nun schon eine Vielzahl von Gemeinden einen Beitrag zur Stärkung des Zusammenhalts der Bürger in der Region.

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Beschilderung von traditionsreichen Bauernhöfen und anderen historisch interessanten Gebäuden und Plätzen mit Informationsschildern und Hoftafeln. In zahlreichen Gemeinden der Chiemgauer Seenplatte wurden bereits Gebäude mit ovalen Schildern mit Informationen in weißer Schrift auf blauem Hintergrund versehen. Noch vor der Zuspitzung der Corona-Krise, erhielten in Pittenhart der Bürgermeister und Beteiligte aus drei Gemeinden die Zusage von Fördermitteln aus dem Leader-Programm. Diese stammten aus den Händen von Sebastian Wittmoser, dem zuständigen Leader-Koordinator am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim.

Pittenhart, Höslwang und Nußdorf können nun mit unterschiedlichen Maßnahmen Heimatgeschichte erlebbar machen. Im Rahmen des gemeinsam erarbeiteten Dachkonzepts „Ortgeschichten der Chiemgauer Seenplatte“ kann jede Gemeinde mit der Geschichte des eigenen Ortes, der Informationsvermittlung und der Öffentlichkeitsarbeit die Elemente auswählen, die am besten zu den Gegebenheiten vor Ort passen.

Insgesamt sind 301 Hoftafeln an geschichtsträchtigen Gebäuden, in allen drei Orten geplant. Ebenso die Beschilderung besonders bedeutsamer Gebäude mit größeren und ausführlicheren Informationstafeln, wie sie in Obing als Pilotgemeinde des Gesamtprojektes bereits umgesetzt worden sind.

Die Inhalte werden in erster Linie von engagierten Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet.

In Höslwang möchte man sich noch einen Experten in Sachen Heimatforschung dazuholen. Es werden Flyer zur Gemeindegeschichte und unterschiedliche Online-Angebote erstellt, alles mit dem Ziel, ein attraktives Angebot für Einheimische und Besucher zu schaffen.

Damit möchte die Leader-Region Chiemgauer Seenplatte zur Stärkung ihrer regionalen Identität und zur Pflege des kulturellen Erbes beitragen. igr

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