Über 680 Steine zeigen Zusammenhalt der Isener

Eine bunte und vielfältige Wegeinfassung: Auf manchen Steinen findet sich sogar deren Herkunftsort. Dinger
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Eine bunte und vielfältige Wegeinfassung: Auf manchen Steinen findet sich sogar deren Herkunftsort. Dinger

Isen – Unter einem dicken, bunt bemalten Stein liegt ein laminiertes Din-A4-Blatt.

„Bitte liegen lassen!“ und „Die Steine gehören zu einem Spiel!“ steht darauf und weiter: „Liebe Kinder, liebe Spaziergänger, malt auch zu Hause einen Stein an und legt ihn dazu. Mal sehen, wie lang die Schlange während der Corona-Zeit wird.“ Etwa Anfang April tauchten Zettel und dieersten bunten Steine im Bürgerpark am Pichlmayr-Seniorenheim auf. In den folgenden Wochen wuchs die Schlange schnell. Für Familien mit Kindern, die den Park gern für Ausflüge nutzen, wurde das steinerne Band zur Attraktion. Denn die harten Stückchen sind alles andere als steingrau. Jedes für sich wurde liebevoll bemalt oder beklebt. Schriftzüge, Sprüche, Wünsche, der Herkunftsort des Steins oder Bilder zieren das Material, manche sind wie Tiere gestaltet. „Wir freuen uns sehr, dass das so gutangenommen wurde“, sagt Julia Faria Bermudez. Die junge Frau und ihre beiden Kinder Damon (3) und Melina (9) machten den Anfang. „Wir haben erfahren, dass es so was in anderen Orten gibt und uns gedacht, dass es das auch in Isen geben sollte“, erzählt Julia. Im sozialen Netzwerk Facebook von ihr gepostet, macht die Info vom Steinband schnell die Runde. Und erreicht offensichtlich auch Vandalen, denn Mitte April vermeldet ein lokales Nachrichtenportal, dass die Schlange zerstört wurde. Die Empörung darüber war so groß, dass sich die Isenerin entschied, zusammen mit ihren Kindern die Steinspur wieder in Form zu bringen. Seitdem wächst das bunte Band, momentan ist es etwa 100 Meter lang. Zum Fototermin dauerte es ein Weilchen, die Steine zu zählen. 681 war das Ergebnis. „Es wäre schön, wenn noch welche dazukommen“, meint Julia Faria Bermudez. di

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