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Endlich wieder Kulturprogramm

Paprikaschnitzel und Politik: Kabarettist Wolfgang Krebs begeistert im Altstadtbiergarten Wasserburg

Als „Herr Söder“ in einer Paraderolle.
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Als „Herr Söder“ in einer Paraderolle.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Er zündet vor den gut 100 Besuchern ein Feuerwerk von Kalauern und Gags. Wolfgang Krebs macht vor, wie das Wort Paprikaschnitzel zum Lacherfolg wird. Man muss nur etwas stottern und die Vokale verdrehen, schon hat man das Publikum in heitere Stimmung versetzt.

Wasserburg – Der Kabarettist aus Kaufbeuren war am Freitag zur Eröffnung des Wasserburger Altstadtbiergartens gut drauf, er zündete vor den gut 100 Besuchern ein Feuerwerk von Kalauern und Gags. Viel Applaus gab es vor allem für die Seitenhiebe auf die Politik.

Zweieinhalb Stunden Kurzweil genossen die Besucher des Altstadtbiergartens, als Kabarettist Wolfgang Krebs in verschiedene Paraderollen schlüpfte und Politiker abwatschte.

Respekt für Mut der Veranstalter

Als Darsteller von Hubert Aiwanger, Horst Seehofer, Edmund Stoiber, Markus Söder und Angela Merkel springt Krebs von einer Rolle in die andere, er mimt zudem den Vereinsmeier Schorsch Schäberl aus dem fiktiven Ort Untergams und trällert als Schlagerfuzzi Meggy Montana („der fröhliche Klang aus Nesselwang“) ein seichtes Schunkellied. Zweieinhalb Stunden dauert der Auftritt. Ein dennoch kurzweiliges Vergnügen.

Munterer Witzreigen

Nach Wasserburg sei er „mit großer Freude“ gekommen, „weil es hier mutige Menschen gibt, die Veranstaltungen organisieren, obwohl sich beinahe täglich die Bedingungen ändern“, sagt er vor der Show im Gespräch mit unserer Zeitung.

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„Den Leuten steht ein spaßiger Abend bevor.“ So war es dann auch.

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Wobei Krebs gleich am Anfang betont: „Wir reden nicht über das Thema, das mit C beginnt, damit meine ich nicht die CSU.“ Und erntet ersten Beifall. Im Gewand des Königs Ludwig holt er dann vor einer weißblauen Leinwand zum rhetorischen Schlag gegen Aiwanger aus, den „einen da aus Niederbayern“: „Den hätte ich mir damals nicht einmal als Hofnarren gehalten.“ Und schon ist ein munterer Witzreigen eröffnet. „Wer war der erste Gas- und Wasserinstallateur? Es war der Heilige Geist. In der Bibel steht nämlich: Er nahte mit Brausen.“

Stoiber weiß-blau

Als Stoiber-Darsteller kommt Krebs im weiß-blauen Gewand daher und gibt allerlei Wirres von sich: „Meine Damen und Freunde, ja so ist das, wenn Sie meinen, was ich weiß.“ Mehrfach verhaspelt er sich beim Wort „gleichzeitig“ – die Zuhörer glucksen.

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Es folgt eine Serie von Versprechern, Wortspielen und Verballhornungen, bei der auch die Grünen nicht verschont werden: „Bockbier, Haferbeck.“ „Herr Söder“ tritt mit dieser Selbsteinschätzung ans Rednerpult: „Erstens weiß ich alles, zweitens kann ich alles, drittens traue ich mir alles zu, viertens entscheide ich alles, fünftens allein.“

Bundeskanzlerin kann er auch, der Krebs.

Schade, dass so wenig Leute da sind

Die Besucher fühlten sich bestens unterhalten. „Ein echt schöner Abend, das ganze Ambiente, und der Krebs sind einfach super“, sagte Jochen Röder (56) aus Aßling. Ingo Horender (26) aus Wasserburg fand, dass der Kabarettist „den Stoiber am besten spielt“.

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Karl Fischberger (66) aus Soyen fand, dass Krebs die Politiker perfekt darstellen kann. Der Wasserburger Wolfgang Tschentscher (72) war ebenfalls zufrieden: „Es gefällt mir sehr gut hier, ich genieße den Abend. Ich liebe den Krebs von seinen Fernsehauftritten her. Live habe ich ihn noch nie gesehen. Mich wundert nur, dass so wenig Leute da sind.“

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