Spannende Mammutaufgabe

Trotz Überraschungen und Corona: Am Garser Gymnasium geht es voran

Das Ausmaß des Projektes ist deutlich sichtbar. In den Wehnachtsferien wird eine Glasschaumdämmung installiert.
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Das Ausmaß des Projektes ist deutlich sichtbar. In den Weihnachtsferien wird eine Glasschaumdämmung installiert.
  • vonKarlheinz Günster
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Den „Roten Platz“ gibt es nicht mehr, dafür traten Überraschungen zutage: Der Neubau des Gymnasiums Gars bleibt eine spannende Mammutaufgabe.

Gars – Allmählich lassen sich die Dimensionen des neuen Gymnasiums in Gars erkennen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Herstellung der Bodenplatte, wie das Landratsamt Mühldorf auf Nachfrage bekannt gibt.

„Roter Platz“ musste aufgegeben werden

Ein Nachprüfungsverfahren habe eine Verspätung bei der Vergabe innerhalb der dafür erforderlichen europaweiten Ausschreibung ergeben. Trotzdem liegen die Arbeiten im vorgegebenen Zeitplan, so das Landratsamt weiter. Mittlerweile seien auch die Baumeisterarbeiten zur Koordinierung der Baustelle vergeben.

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Nach dem Tiefbau mit der Befestigung des Geländes durch Bohrpfähle mit 18 Meter langen Verankerungen im Boden erfolge aktuell die weitere Einrichtung der Baustelle. Dazu gehören ein umlaufender Bauzaun aus Stahl und das Fundament für zwei große Kräne mit 55 Meter langen Auslegern. Die Standorte dafür waren laut Bauherr nicht einfach zu finden. Im Süden und Osten ist eine Feuerwehrzufahrt freizuhalten, im Norden und Westen befinden sich die Bohrpfähle.

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Der bisherige „Rote Platz“ vor der Aula ist nicht mehr vorhanden. Das Pflaster musste entfernt werden, um Leitungen sowie Rohre zu insgesamt vier Regenrückhaltebecken zu verlegen und um Schächte einzubauen. Viele dieser Leitungen ragen nun wie Schnorchel aus der Erde. Östlich des ehemaligen „Roten Platzes“ stehen vier Baucontainer, die aber noch einmal versetzt und um weitere acht auf eine zweistöckige Anlage erweitert werden.

Eine Überraschung gab es auch, denn nicht dokumentierte Grundfeste tauchten auf. Diese stammen offenbar noch vor der Zeit der mittlerweile abgebrochenen Lehrwerkstätten, so das Landratsamt.

Fertigstellung im Sommer 2023 geplant

Da sie ein Hindernis für Leitungen darstellten, blieben sie zwar im Boden, jedoch machten Kernbohrungen den Weg frei. Im Hintergrund laufen nach Behrdenangaben gleichzeitig Vorbereitungen für europaweite Ausschreibungen für die nachfolgenden Bereiche.

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Eine Winterpause ist bisher nicht vorgesehen, so der Bauherr. Um die Weihnachtsferien herum sei der Einbau einer Glasschaumdämmung geplant, dann folge die Bewehrung der wasserundurchlässigen Stahlbeton-Bodenplatte mit einer Dicke von 60 Zentimetern und Ausmaßen von 80 mal 22 Metern. Im Anschluss entstehen die Kellerwände. Im Sommer 2023 soll der über 35 Millionen Euro teure Bau des Gymnasiums fertig sein.

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