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Viele Investitionen geplant

Trotz Inflation und Ukraine-Krieg: Wie Haag dennoch einen Rekordhaushalt verzeichnet

Wie soll Haag in Zukunft aussehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung.
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In Haag verzeichnet der Gemeinderat einen Rekordhaushalt
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Trotz Krieg und Inflation: Der Markt Haag steht finanziell gut da und möchte investieren: das wurde in der Haushaltsitzung des Gemeinderats deutlich. „Wir haben wieder einen Rekordhaushalt“, erklärte Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD). Das sind die Gründe dafür.

Haag –Vor allem der Vermögenshaushalt steche heuer mit einem Rekordhoch hervor, sagt Kämmerer Christian Prieller hinzu und liefert damit gleich den ersten Grund für die guten Zahlen. Insgesamt belaufe sich das Haushaltsvolumen auf 32.883.300 Euro, wobei der Verwaltungshaushalt – also der Teil des Finanzplans, der alle wiederkehren Einnahmen und Ausgaben, wie Steuren und Personalkosten umfasst – bei 18.123.400 Euro liegt, mit 13 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau.

Grund für die Steigerung hierfür sei vor allem, die deutliche Erhöhung der Einnahmen, so Prieller, denn die Mindereinnahmen, die noch unter Corona geherrscht hätten, sollten sich nun sich ausgleichen. Dadurch steige auch die Zuführung vom Verwaltungs- und den Vermögenshaushalt gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 1.853.200 Euro. „Auch in den Folgejahren rechnen wir mit guten Zuführungen“, erläuterte Prieller weiter.

Erhöhung um 35 Prozent

Rekordverdächtig sei jedoch nicht der Vewaltungshaushalt , sondern der Vermögenshaushalt. Dieser liegt bei 14.759.900 Euro. „Das ist eine Erhöhung von 35 Prozent zum Vorjahr“, erläuterte Prieller.

Der Haager Haushalt

Grund für die Steigerung des sind vor allem die hohen Investitionen, wie aus dem Finanzplan hervorgeht. Größte Kostenpunkte sind vor allem bereits bekannte Projekte, wie die Sanierung des Zehenstadls (Gesamtkosten über mehrere Jahre von 9,2 Millionen Euro) die Revitalisierung der Burganlage und des Schlossturms (Kosten für das Jahr 2022: 227.000 Euro). Insgesamt 5.174.000 will die Gemeinde außerdem für die geplanten Baugebiete und die Ortsentwicklung ausgeben.

Auch der Friedhof schlägt sich wieder im Haushaltplan nieder. Eine Erweiterung wurde zwar inzwischen verworfen, jedoch plant die Gemeinde die Sanierung der Kapelle mit geschätzten Kosten von mindestens 300.000 Euro.

Für 2022 plant Haag zudem, die Kinderbetreuung zu verbessern mit einer Erweiterung des Kindergartens „Arche Noah“ und einer Sanierung von zwei Kinderspielplätzen. Hier sind 1.012.5000 Euro im Jahr 2022 eingeplant.

Braucht die Verwaltung Unterstützung?

Ohne Diskussion verabschiedete die Gemeinde den Haushalt, lediglich der vorgestellte Stellenplan sorge wurde eine kleine Debatte im Rat. Dr. Bernhard Grabmeyer (FWG) regte an, eine neue Stelle zu schaffen. „Wir hören ja öfter, dass das Bauamt so viel zu tun hat“, meinte Grabmeyer und schlug vor hier Entlastung zu schaffen.

Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) erklärte, dass sie grundsätzlich nie dagegen sei, neue Stellen zu schaffen. „Wir unterliegen aber auch der überörtlichen Rechnungsprüfung“, erklärte Schätz und eine neue Stelle im Bauamt könne für Kritik sorgen.

Davon ließ sich aber Siegfried Maier (SPD) nicht überzeugen. Ich würde hiermit den Antrag stellen, dass die Verwaltung zu prüfen, ob Bauamt aufgestockt werden kann.“ Der Antrag wurde mit einer Gegenstimme von Egon Barlag (FWG) angenommen.

Dritter Bürgermeister Florian Haas (PWG) ging daraufhin sogar noch einen Schritt weiter. „Wir sollten die Möglichkeit nutzen, und noch weiter für Entlastung sorgen.“ Denn auch der Geschäftsleiter Manfred Mörwald sei sehr eingespannt.

Mörwald erklärte dazu: „Grundsätzlich können wir immer Mitarbeiter brauchen“. Doch eigentlich sei der Markt Haag gut besetzt, nur im Moment würden einige lange Krankenstände der Verwaltung zu schaffen machen. Bei neuen Mitarbeitern könne es aber zudem zu Platzproblemen kommen, denn schon jetzt würden sich mehrere Personen das Büro teilen. „Wir bräuchten mehr Räume.“

Mit einem Augenzwickern wies Haas daraufhin, dass der mittlere Teil vom Zehentstadl noch nicht verplant sei.

Schließlich wurde auch der Stellenplan einstimmig angenommen.

Die wichtigsten Zahlen

Einwohnerzzahl: 6.425

Gesamthaushalt 32.883.3000 Euro

davon

Verwaltungshaushalt 18.123.400 Euro

(Vorjahr: 15.934.100 Euro)

Vermögenshaushalt: 14.759.900 Euro

(Vorjahr: 8.881.100 Euro)

Schulden: 6.711.000 Euro

Pro-Kopf-Verschuldung ohne Schulverbandsanteil: 192 Euro

Pro-Kopf-Verschuldung mit Schulverbandsanteil: 1044 Euro

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Ausgaben insgesamt: 14.759.900 Euro

Kreditaufnahme für Investitionen: 5.494.500 Euro

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