Trotz Corona: Die Wasserburger Tafel macht weiter – dank vieler neuer Helfer

Die Tafel in der Brunhuberstraße ist derzeit geschlossen: Doch es geht weiter – dank eines Lieferservices und einer neuen Verteilstelle in der Turnhalle der Grundschule. Rieger
  • vonKarheinz Rieger
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Wasserburg steht zusammen: Das zeigt sich auch am Beispiel der Tafel. Sie kann ihren Betrieb doch weitgehend aufrecht erhalten.

Wasserburg – Nach der Berichterstattung in der Wasserbuger Zeitung, dass die Tafel zum Schutz ihrer meist älteren Helfer für zwei Wochen schließen müsse und nur noch die besonders Bedürftigen durch die Wasserburger Fußballer beliefert werden könnten, meldeten sich zahlreiche zusätzliche Helferinnen und Helfer bei der Leitung der Tafel. Student Philipp Hufschmid stellte sich spontan als neuer Koordinator zur Verfügung.

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Vorerst kann laut Bürgermeister Michael Kölbl die Turnhalle der Grundschule für die Verteilung genutzt werden, solange noch kein Unterricht stattfindet. Hier stehen sanitäre Einrichtungen zur Verfügung und die Abstandsvoraussetzunge im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen können eingehalten werden.

Helfer gehören Risikogruppe an

Zu eng sei es in den Räumen in der Brunhuberstraße geworden, um einer Ansteckung vorbeugen zu können, so Tafelleiterin Jeannette Kampshoff. Zudem seien die bisherigen Helfer fast ausnahmslos der Risikogruppe zuzuordnen gewesen, sodass ein geordneter Betrieb bei der Verteilung nicht mehr möglich erschien. Philipp Hufschmid, der sich noch von früheren Zeiten gut mit den Abläufen des Tafel-Betriebs auskennt, was Fahren, Einräumen oder Kistenherrichten angeht, wird nun mit den Fußballern und vielen neuen Helfenden für den weiteren Betrieb der Tafel sorgen.

Ihm steht auch ein Dienst-Smartphone zur Verfügung, mit dem die Kontakte der zwischenzeitlich über 30 Helfer koordiniert werden und Absprachen zielgerichtet erfolgen können. Hufschmid freut sich vor allem auch darüber, dass über neue Helfer auch passende Transportmittel zur Verfügung stehen. Die sind auch nötig, denn 105 gepackte Kisten müssen am Montag ausgeliefert werden, so der neue Koordinator.

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Anlieferung und Auslieferung sollen jetzt konzentriert jeweils am Montag erfolgen, um Kühlketten nicht zu unterbrechen und möglichst alle Waren optimal zu verteilen, da Kühlschränke derzeit für eine Einlagerung in der Turnhalle nicht bereitstehen. Sollte doch nicht alles geliefert werden können, wird der Rest am Dienstag dann zu den Wohnungen der Berechtigten gebracht, teilen die Helfer weiter mit. Am Osterwochenende verschiebt sich die Lieferung wegen des Feiertages um einen Tag. Direktes Abholen ist für die Kunden der Tafel derzeit nicht möglich,

Direktes Abholen nicht möglich

Die Verteilung in der Grundschulturnhalle wird mit der nötigen Distanz beim Sortieren, und Packen erfolgen. Auf den Schutz der Risikogruppe der älteren Helfenden wird dabei besonders geachtet, verspricht die Tafel. Für ausreichend Handschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel sei gesorgt. Bei Problemen oder Nachfragen ist Philipp Hufschmid unter der Telefonnummer 0157/34474774 erreichbar. Karlheinz Rieger

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