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Wo bleiben Hilfen?

Speisen „to go“ sind für Wirte im Wasserburger Land im Corona-Lockdown nur ein kleiner Ausgleich

In biologisch abbaubaren Rohzuckerverpackungen gibt es beim Gasthof Suranger Essen to go. Die Kundenzahl stellt Alois Strasser zufrieden. Das Geld ist trotzdem knapp, denn die Hilfen lassen auf sich warten.
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In biologisch abbaubaren Rohzuckerverpackungen gibt es beim Gasthof Suranger Essen to go. Die Kundenzahl stellt Alois Strasser zufrieden. Das Geld ist trotzdem knapp, denn die Hilfen lassen auf sich warten.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Schweinebraten, Schnitzel und Co. vom Wirt können Hungrige im Wasserburger Altlandkreis genießen – trotz Lockdown. Die geschlossenen Gasthöfe setzen auf Gerichte „to go“ und haben damit einiges zu tun. Doch: Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, auch weil die versprochenen Hilfen auf sich warten lassen..

Amerang/Babensham/Ramerberg – Der Gasthof Suranger in Amerang ist sehr zufrieden mit der Anzahl der Gäste, die die Karte „to go“ nutzen, erklärt Alois Strasser. „Wir bekommen kräftige Unterstützung.“ Nicht nur von den Amerangern, obwohl diese auch ihren Beitrag leisten. „Zwei Mitarbeiterinnen vom Edeka kaufen jede Woche bei uns ein.“ Aber auch aus Wasserburg und Schnaitsee kommen regelmäßig Stammgäste. Sogar aus dem fernen Grassau sind welche vorbei gekommen.

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Die meisten würden regelmäßig kommen, so regelmäßig, dass Strasser und seine Mitarbeiter die Bestellungen von einigen Gästen inzwischen auswendig wissen.

Über die erhöhte Müllproduktion durch die Mitnahmegerichte hat sich der Gasthof ebenfalls Gedanken gemacht. Das Essen wird in biologisch abbaubare Rohrzuckerverpackungen gegeben.

Gäste kommen von weit her

Doch trotz des Aufwands, für den Gasthof Suranger ist es nicht genug. „Damit können wir immerhin die Fixkosten halbwegs decken und die Mitarbeiter bezahlen“, so Strasser. Denn, wie der Wirt erklärt, hat der Gasthof noch keine Unterstützung außer der Soforthilfe erhalten. Die Novemberhilfe lässt auf sich warten, von der Dezemberhilfe ganz zu schweigen. „Für den November hieß es Mitte Januar.“

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Mit Essen-to-go im Gespräch bleiben

Brigitte Scherer vom Gasthaus Bichler Ramerberg bestätigt den Eindruck. „Es ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt sie. „Immerhin sind wir ein Familienunternehmen, da sparen wir uns die Personalkosten.“ Außerdem hat die Familie noch die Metzgerei, die unverändert geöffnet ist. Trotzdem: Das Gasthaus in Ramerberg trifft es besonders hart, erst kürzlich hat es dort gebrannt, nun kommt noch der Lockdown dazu. Das Essen-to-go biete sie vor allem an, um im Gespräch zu bleiben. „Sonst werden wir noch ganz vergessen“, sagt Scherer. Denn bis auf zwei Hochzeiten sind auch die Festlichkeiten im vergangenen Jahr ausgefallen, für dieses Jahr hat sie auch schon erste Stornierungen verzeichnen müssen.

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Auch sie hat noch keine Novemberhilfe erhalten. „Und jetzt wird davon geredet, dass wir bald die Dezemberhilfen bekommen“, so Scherer. Manchmal, sagt sie, habe sie das Gefühl, die Leute würden glauben, dass die Gasthäuser mit der Mitnahmekarte das große Geld verdienen würden. „Aber in Wahrheit fällt viel weg. Zum Beispiel die Getränkekarte, mit der der wirkliche Umsatz getrieben wird.“

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Mitnahmekarte gibt es vielleicht auch in Zukunft

Der Gasthof Brunnlechner in Babensham versucht, trotz der schwierigen Lage auch das Positive zu sehen. „Die Mitnahmekarte wird gut angenommen“, erklärt Johann Brunnlechner. „Wir haben weit im Umkreis verteilt Kunden.“ Sogar neue Gäste würden kommen, zum Beispiel einige, die nicht gerne zum Essen gehen. „Die können wir damit erreichen.“

Im Moment überlegt der Gasthof, sogar die Mitnahmekarte für die Zukunft beizubehalten. Doch von Gewinn kann auch Brunnlechner nicht sprechen. „Davon sind wir weit entfernt.“ Auch er ist froh, ein Familienunternehmen zu sein. „Wir haben keine Personalkosten“. Auch andere sonst anfallende Kosten seien reduziert, doch auch Brunnlechner hofft darauf, so schnell wie möglich den Betrieb wieder aufnehmen zu können – wenn auch nur eingeschränkt.

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