Trinkwasser und neuer Wohnraum: Was in dieser Woche vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung stand

Die Gemeinde Ramerberg bekommt in Zukunft Wasser aus der Gemeinde Edling – so stand es vor 25 Jahren in der Zeitung.
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Die Gemeinde Ramerberg bekommt in Zukunft Wasser aus der Gemeinde Edling – so stand es vor 25 Jahren in der Zeitung.

Wasserburg bekommt durch Modernisierungsarbeiten am ehemaligen „Meyer-Bräu“ neue Wohnungen, Ramerberg erhält durch eine Neuregelung des Lieferungsvertrags künftig Wasser aus der Gemeinde Edling. So stand es vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung.

Von Laura Hofner

Wasserburg – Ein weiteres geschichtsträchtiges Haus soll in nächster Zeit modernisiert werden. Im ehemaligen „Meyer-Bräu“ in der Schmidzeile werden elf neue Wohnungen eingebaut. Auch die Gastwirtschaft im Erdgeschoss soll wiederbelebt werden. Für dieses Bauvorhaben seien nur relativ wenig Umbauten nötig, so Stadtbaumeister Manfred Förtsch. So bleibt die Fläche der geplanten Gaststätte bei 200 Quadratmetern. Der historische Kriegersaal bleibt ebenfalls erhalten und wird von 77 auf 108 Quadratmeter erweitert. Nur drei der geplanten elf Wohnungen müssen zusätzlich eingebaut werden. Diese entstehen im Untergeschoss des „Meyer-Bräu“ – früher befanden sich dort nichtbeheizte Nebenräume. Die Fassade ändert sich nicht, sondern wird nur restauriert. Ebenso bleiben die beiden Lichthöfe des Hauses erhalten. Probleme gibt es eigentlich nur, wie überall in der Altstadt, bei der Parkplatzfrage. Doch hier ist es ausreichend, wenn die Stellplätze im Umkreis von 300 bis 400 Metern nachgewiesen werden können. Außerdem wird im Stadtbereich nur ein Stellplatz je Wohneinheit verlangt.

Edling – Die Gemeinde Ramerberg bekommt in ZukunftWasser aus der Gemeinde Edling. Den Wasserlieferungsvertrag segnete der Edlinger Gemeinderat in seiner letzten Sitzung ab. Übergabestelle des Wassers ist in Mühlthal; ab dort ist die Gemeinde Ramerberg für Bau, Unterhalt und Instandhaltung von Brunnen und Versorgungsleitungen zuständig. Festgesetzt wurde, dass Ramerberg einen Mindestbetrag von 27 000 Mark im Jahr bezahlen muss – das entspricht einer Mindestabnahme von 60 000 Kubikmetern und ist die Garantiesumme, welche die Gemeinde Edling für die zugesagte Lieferung braucht. Edling garantiert zwar Trinkwasser, das den Richtlinien entspricht, sollte das Wasser jedoch einmal nicht in Ordnung sein, hat Ramerberg keinen Schadensersatzanspruch. Das gilt auch, falls Wasservorräte wider Erwarten nicht ausreichen sollten.

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Weitere Meldungen in der Woche vom 24. Februar bis zum 1. März 1995:

Augsburg – Statt zum Maßkrug wird in Bayern immer häufiger zum Dosenbier gegriffen. Allein 1994 sei der Dosenbierabsatz gegenüber dem Vorjahr um „dramatische 85,7 Prozent“ angestiegen, erläuterte der Grünen-Landtagsabgeordnete Raimund Kamm. Der Bayerische Brauerbund schätzt, dass 1994 im Freistaat rund 500 000 Hektoliter Dosenbier verkauft worden sind. Neben Kampfpreisen wie beispielsweise an Tankstellen, so Kamm, sei ein Grund, dass Dosen durch Modegetränke wie „Red Bull“ bei Jugendlichen hoffähig geworden seien.

Wien – Premiere beim gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres in Wien, dem Opernball: Erstmals ertönte bei der feierlichen Eröffnung nach der österreichischen Nationalhymne die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“. Nach dem Einzug der Debütantinnen und Debütanten bevölkerten auf das Kommando „Alles Walzer“ hunderte von tanzlustigen Paaren, darunter zahlreiche prominente Gäste, den angeblich herrlichsten Ballsaal der Welt.

Regensburg – 25 bis 35 Prozent der Wasserleitungen in Deutschland sind undicht oder schwer beschädigt. Bei einer Tagung von Bürgermeistern aus Oberbayern, Niederbayern und der Oberpfalz schätzten Fachleute den bis zum Jahr 2005 erforderlichen Aufwand zur Beseitigung der Schäden auf 75 Millionen Mark. Dies werde zu einem dramatischen Anstieg der Abwassergebühren auf bis zu zehn Mark pro Kubikmeter führen, meinten Sprecher einer Ingenieurgesellschaft.

Palermo – Harte Zeiten für Siziliens Mafia: Die schwer angeschlagenen Paten haben nach Erkenntnissen der Ermittler in Palermo aus Sicherheitsgründen den rituellen Wangenkuss unter den Mitgliedern der „Ehrenwerten Gesellschaft“ verboten. Der Kuss galt bisher als Zeichen der Zugehörigkeit zu den Clans der Cosa Nostra. Doch nun soll absolute Diskretion gewahrt werden, nachdem hunderte reuige Mafia-Mitglieder mit der Justiz zusammenarbeiten und der Organisation schwere Schläge zugefügt haben.

München – Jeder dritte Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge ein Faschingsmuffel. Bei einer Erhebung im Auftrag des Münchener Magazins „Focus“ erklärten 33 Prozent, sie gingen nie auf eine Faschingsveranstaltung. 37 Prozent gaben an, eine Fastnachtsveranstaltung zu besuchen, 30 Prozent nahmen an mehreren teil. Die größten Faschingsmuffel sind mit 47 Prozent „Nie“-Antworten die Berliner, die eifrigsten „Narren“ sind die Hessen.

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