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Nachruf

Trauer um John Read: Gars nimmt Abschied von einem Sympathieträger

So kannten ihn viele Bürger in Gars und im Haager Land: John Read galt als humorvoll, engagiert – ein Sympathieträger.
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So kannten ihn viele Bürger in Gars und im Haager Land: John Read galt als humorvoll, engagiert – ein Sympathieträger.
  • VonBruno Münch
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Engagiert, interessiert, sympathisch: Die Garser, Haager und Maitenbether trauern um den gebürtigen Engländer John Read.

Gars/Haag – Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von John Read, einem vielfach engagierten Garser Bürger, der im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Pfarrerin Ruth Nun fand im Gottesdienst in der Pfarrkirche Gars, dessen musikalische Gestaltung der Chor der evangelischen Gemeinde Haag übernommen hatte, bewegende Worte des Abschieds und des Dankes für den Verstorbenen, der sowohl in Haag als auch im Pfarrverband Gars als Organist ausgeholfen hatte.

Als Jüngstes von vier Kindern eines Rechtsanwalts und Notars wurde John Read im Jahr 1947 in Harrow bei London geboren. Das renommierte Jungeninternat Merchant Taylors‘ besuchte der Zwölfjährige als Tagesschüler von 1959 an. Schon einige Jahre lang hatte er Klavierunterricht erhalten, und so entdeckte in der Schule bald sein Interesse für die Orgel und hatte Freude daran, das eindrucksvolle Instrument der Aula des traditionsreichen Internats zu spielen.

Aber auch die Elektrotechnik faszinierte ihn, sodass er bald Funkamateur wurde, nach erfolgreichem Schulabschluss eine Ausbildung zum Elektronik-Techniker absolvierte und in einem Unternehmen für Lasertechnik tätig wurde.

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1971 lernte er seine Frau Brigitte, die in der Londoner Niederlassung einer deutschen Firma als Sekretärin angestellt war, kennen und lieben, 1972 heirateten die beiden auf dem Standesamt in Rugby. Im Jahr 1976 fand John Read eine Anstellung bei der amerikanischen Computerfirma Digital Equipment Corporation (DEC) in Köln, wohin das Paar dann auch den Wohnsitz verlegte. In den Jahren 1977 und 1979 wurden zwei Söhne geboren, ein dritter kam 1982 zur Welt.

Eigene Firma gegründet

Zwei Jahre vorher war die Familie nach Maitenbeth umgezogen, denn John Read war von da an in München, dem Hauptsitz des Unternehmens, tätig. Bald stieg er vom Servicetechniker zum Ausbilder auf und wurde Marketingleiter für Netzwerktechnik. Zahlreiche Geschäftsreisen führten ihn durch ganz Europa, in die USA und nach Australien.

Im Jahr 1999 gründete er eine eigene Firma für Software und Unternehmensberatung, die er noch über das Jahr 2012, seinem Eintritt in den Ruhestand, hinaus weiterführte.

Viel gereist, vielseitig interessiert

Die Urlaube verbrachte er mit der Familie oft im Wohnwagen in Italien oder England. In der Freizeit begeisterte sich das Ehepaar für klassische Musik, Klavier- und Jazzkonzerte sowie für Open-Air-Rockfestivals.

Engagiert in vielen Ehrenämtern

Lange Jahre war John Read als Gruppenleiter und im Vorstand der Pfadfinderschaft St. Georg Isen tätig. Neben der Jugendarbeit, die ihm viel bedeutete, engagierte er sich auch als Hospizbegleiter und in einem Nachbarschaftshilfeverein, der Essen auf Rädern lieferte.

Nach einem Umzug des Ehepaars nach Gars gab der Verstorbene auch Deutschunterricht für Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien und Nigeria in Haag und Gars. Sein ausgeglichener, humorvoller Charakter brachte John Read viele Sympathien ein.

Im Frühjahr 2021 musste er sich einem langen Krankenhausaufenthalt unterziehen, schließlich konnte er aufgrund seiner Vorerkrankung eine Covid-Infektion nicht mehr überleben. So war es dem Ehepaar nicht mehr vergönnt, in der Großfamilie mit mittlerweile sechs Enkelkindern die goldene Hochzeit zu feiern.

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