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Trauer um Heidi Weinzierl (69) aus Griesstätt

Heidi Weinzierl †
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Heidi Weinzierl †

„Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen“, dieser Vers steht auf dem Sterbeandenken von Heidi Weinzierl, geborene Siglreitmaier, die nach langer schwerer Krankheit nur wenige Tage vor ihrem 70. Geburtstag verstorben ist.

Griesstätt – Pfarrvikar Herbert Weingärtner ging beim Sterbegottesdienst für Heidi Weinzierl, den er mit Dekan Klaus Vogl feierte, auf das Leben der Verstorbenen ein. Als 3. Kind ihrer Eltern Margarete und Josef, wurde sie in Bergham bei Griesstätt geboren. Entbehrungsreich war ihre Kindheit, da die Eltern in Haid bei Griesstätt ein Wohnhaus errichteten, wo sie mit ihrer Schwester und ihrem Bruder dann auch ihre Kindheit und Jugendzeit verbrachte.

Nach dem Besuch der Volksschule in Griesstätt erlernte sie bei den damaligen Klepper-Werken in Rosenheim den Beruf der Näherin. Im Dezember 1972 läuteten für sie und ihren Mann Martin die Hochzeitsglocken. Als Sohn Thomas 1976 geboren wurde, gab sie ihre Berufstätigkeit zunächst auf. Später übte sie bei einigen Betrieben verschiedene Tätigkeiten aus.

Im November 1996 fing sie im Krankenhaus in Vogtareuth an. Überwiegend war sie dort im Hol- und Bringdienst beschäftigt. Schnell war sie in der gesamten Klinik bekannt, da sie mit einem Roller durch die Gänge fuhr. Von ihren Kollegen wurde sie deshalb auch „Turbo-Heidi“ genannt und geschätzt. Einige Kilometer waren es, die sie bis zum Beginn des wohlverdienten Ruhestandes im Juni 2014 zurückgelegt hatte.

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Zwischen Arbeit und Haushalt fand sie noch Zeit für aktive Freizeitbeschäftigungen und auch zur gelegentlichen Mithilfe im KFZ-Betrieb ihres Mannes in Rosenheim. Der tägliche Abendspaziergang mit ihrem Mann reifte zur angenehmen Pflicht.

Viel Freude hat ihr auch das Radfahren und Wandern bereitet. Eine Radlwallfahrt nach Altötting zur dortigen Gottesmutter, die sie sehr verehrte, musste einmal im Jahr sein.

Fürsorgliche Mutter und treue Ehefrau

Immer, so der Geistliche, habe sie für ihre Familie als stets fürsorgliche Mutter und treue Ehefrau gesorgt. Sie war immer hilfsbereit, ist überall eingesprungen und hat geholfen, wo es ihr möglich war. Mit Gewissenhaftigkeit und pflichtbewusst wurden von ihr alle Aufgaben mit vollen Einsatz erfüllt.

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Diese Eigenschaften schätzten auch ihre früheren Arbeitskollegen und pflegten bis zuletzt einen guten Kontakt zu ihr.

Gerne hat sie in Gesellschaft gefeiert, hat viel gelacht und frohe Stimmung verbreitet. Leider wurde, noch bevor sie ihren Ruhestand antreten konnte, eine schwere Krankheit festgestellt. Mehrere Klinikaufenthalte wurden notwendig. Von Juni 2013 bis Oktober 2019 wurden Operationen und Chemotherapien erforderlich. Im Juli 2020 nahm sie noch einmal eine Operation und nachfolgende Bestrahlungen auf sich – immer mit der Hoffnung, wieder genesen in die Familie zurückzukommen, ertrug sie alle Leiden geduldig und aufopferungsvoll.

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Gemeinsam durfte sie vor ein paar Wochen, in Begleitung ihres Ehemannes, noch eine Reha machen, die beide sehr genossen. Dabei erkannte sie jedoch, dass ihr das Leben doch zu viel abverlangt und stimmte einer Verlegung in eine Palliativstation zu, in der sie bis zu ihrem ersehnten Heimgang über zwei Wochen aufopferungsvoll gepflegt wurde.

Wie bereits beim Gottesdienst, der von einer Abordnung des Kirchenchores musikalisch gestaltet wurde, fanden die Geistlichen bei der Urnenbestattung für die Angehörigen dankende Worte für die Pflege und auch tröstende Worte für alle, die um die beliebte Verstorbene trauern.ala

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