Nachruf

Pater Leonhard Behr aus dem Kloster Gars mit 82 Jahren an Corona-Infektion verstorben

Pater Leonhard Behr
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Pater Leonhard Behr
  • vonBruno Münch
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Seine Mitbrüder, die Redemptoristen aus dem Kloster Gars, Ordensschwestern aus den Klöstern Wang und Au am Inn sowie Angehörige des Verstorbenen feierten mit Rektor Pater Josef Schwemmer das Requiem für Pater Leonhard Behr, der in seinem 82. Lebensjahr an einer Corona-Infektion verstorben ist.

Gars – Pater Behr, 1939 in Salmanskirchen, Pfarrei Lohkirchen geboren, wuchs auf dem Dorf auf, besuchte das Internat der Redemptoristen in Gars und trat nach seinem Abitur im Jahr 1958 in den Orden ein. Danach absolvierte er sein Theologiestudium ebenfalls in Gars an der ordenseigenen Hochschule und wurde am Hochfest Peter und Paul 1965 im Alter von 26 Jahren von Kardinal Julius Döpfner in München zum Priester geweiht.

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Nach ersten Einsätzen als Kaplan in Forchheim, Stuttgart und im geistlichen Zentrum Schönenberg/Ellwangen wurde er Volksmissionar: Elf Jahre lang besuchte er vom Kloster Ingolstadt aus Pfarrgemeinden im ganzen süddeutschen Raum, in denen er Gemeindemissionen und Exerzitien hielt.

Er war ein Jugendmissionar

„Vor allem war der „Hardl“ Jugendmissionar“, teilte sein Mitbruder Pater Josef Schwemmer in seiner Ansprache mit. Gründlich habe er sich immer auf die Begegnungen mit den Jugendlichen vorbereitet. Mit Symbolen, markanten Geschichten, Meditationen und gut gewählten geistlichen Impulsen, oft auch im Dialekt, habe es der Hardl immer verstanden, Jugendliche, aber auch Erwachsene anzusprechen.

Junge Soldaten betreut

Weitere elf Jahre war Pater Behr im Kloster Cham tätig, wo er neben seinen Einsätzen als Volksmissionar auch noch die Aufgabe übernahm, in Lohberg im Bayerischen Wald Wochenendexerzitien für junge Soldaten der Bundeswehr abzuhalten. Etwa zehn Kurse hielt er im Jahr. „Noch viel intensiver als in seiner Arbeit mit Jugendlichen konnte er den jungen Männern Wichtiges für ihr Leben und für ihren Glauben mitgeben. Da war er in seinem Element – unübertroffen!“, stellte Pater Schwemmer weiter fest.

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Auf die Jahre im Kloster Cham folgten für Pater Behr 27 Jahre wieder in Heimatnähe, im Kloster Gars, geprägt von Arbeit in der Seelsorge: Sonntags- und Beichtaushilfen sowie Beerdigungen in der Umgebung gehörten zu seinen Aufgaben.

Immer voll informiert

Mit zunehmendem Alter bedrängten Pater Behr gesundheitliche Probleme, sodass er die Dienste der Krankenstation des Klosters in Anspruch nehmen musste. Einen eigenen Stil habe er gepflegt, „immer voll informiert, mit eigenen, kritischen Überlegungen – meist im Dialekt“, bescheinigt ihm sein Mitbruder Schwemmer. Es gab Christen, die zu Pater Behrs Gottesdiensten fuhren, weil er im Dialekt predigte.

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Für Zuversicht auf das Kommende sprach sich Pater Schwemmer aus und zitierte dazu Worte des Paulus aus dem 2. Korintherbrief: „Wir wissen: wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel. Wir sind also immer zuversichtlich“.

Ein anderer Mitbruder fasst seine Zuversicht in Worte: Beim Herrn wird er jetzt seinen Frieden gefunden haben.

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