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Gründerväter mussten für ihre Idee kämpfen

Die Gründung wurde noch belächelt: Griesstätter Trachtenverein wird 40 Jahre alt

Der Regen störte die Vereinsmitglieder nicht beim gemeinsamen Auftanz.
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Der Regen störte die Vereinsmitglieder nicht beim gemeinsamen Auftanz.

40 Jahre gibt es den Griesstätter Trachtenverein bereits, dabei war die Gründung gar nicht selbstverständlich. Wie beim Jubiläum deutlich wurde, mussten die Gründerväter für ihre Idee kämpfen und wurden von vielen belächelt.

Griesstätt – Der Griesstätter Trachtenverein hat mit seiner Gründung vor 40 Jahren etwas besonderes geleistet. Daran erinnerte der Ehrenvorstand, Schirmherr und ehemalige, langjährige Vereinsvorstand Franz Meier beim Festgottesdienst zum 40. Gründungsjahr des Trachtenvereins. „Für unsere Gemeinde ist das Jubiläum eine kulturelle Rarität“, bescheinigte er dem Verein in seiner Festansprache. Der Gedanke, einen Trachtenverein zu gründen, sei bei vielen Leuten vor 40 Jahren gar kein Thema gewesen, erinnerte er.

Recht hartnäckiger Gründervater

Doch auf Initiative von Franz Breitenbach, „der dazu recht hartnäckig war“, kam es 1981 zur Gründung des Vereins. Mitglied im Gauverband 1 wurde der Verein erst nach einigem hin und her. „Von etlichen belächelt, von vielen genau betrachtet, hat der Verein die Anfangsphase sehr gut gemeistert. Der Verein hat sich, durch das Glück, die richten Leute gehabt zu haben, richtig gut entwickelt“, bescheinigte Meier den Gründervätern des Vereins.

Wenn auch nur in kleinem Rahmen gefeiert werden konnte: Franz Schuster, Vorsitzender des Griesstätter Trachtenvereins, hatte an diesem Tag große Freude.

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Soviel Lob und Anerkennung ließen beim Festgottesdienst zum Jubiläum fast vergessen, was eigentlich alles für diese Feier geplant gewesen war: Mit einem fast zweiwöchigen Festprogramm hatten die Griesstätter Feuerwehr ihr 150. Gründungsfest und der Trachtenverein die Gründung seines Vereins vor 40 Jahren eigentlich feiern wollen. Die Aufstellung eines großen Festzeltes war geplant gewesen und hochkarätige Veranstaltungen mit den bekannten „Brettl-Spitz`n“, der Bayern 1-Party-Band, einem Heimatabend und einem Bier- und Weinfest mit der von Funk und Fernsehen bekannten Kapelle Josef Menzl aus Franken. Alles musste wegen Corona abgesagt werden.

Dekan Klaus Vogl findet passende Worte in der Predigt

Fast alles – denn nachdem jetzt die Corona-Auflagen etwas gelockert wurden, lud der Trachtenverein jetzt zu einem Festgottesdienst unter freiem Himmel ein. Angeführt von der Musikkapelle Griesstätt zog Dekan Klaus Vogl mit den Ministranten und den Fahnenabordnungen der eingeladenen Ortsvereine und dem Patenverein Ratzingerhöh Greimharting zum Gottesdienstplatz im Ecker-Garten.

Dekan Vogl beim Gottesdienst zum 40-jährigen Gründungsjubiläum des Griesstätter Trachtenvereins.

Neben Dekan Vogl, Bürgermeister Robert Aßmus und den Ehren- und Gründungsmitgliedern des Vereins, begrüßte dort der Vereinsvorsitzende Franz Schuster besonders auch alle Aktiven, die Kinder mit ihren Familien und alle Freunde des Vereins, die trotz leichten Regens gekommen waren.

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Dekan Klaus Vogl ging in seiner Predigt auf die Aussendung der Jünger ein. „Jesus sandte sie immer zu zweit aus, um sich gegenseitig zu ergänzen und gemeinsam zu bezeugen, dass das Evangelium Kraft habe und auf dem Lebensweg verbinde. Das Gewand der Trachtenvereinsmitglieder, so der Dekan, „bringt etwas zum Ausdruck, es verbindet und bringt nach Außen zum Ausdruck ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Wichtig ist die Gemeinschaft, die eine Heimat- und Traditionsverbundenheit zeigt.“ Zur bayerischen Heimat, so der Geistliche, gehöre auch der Glaube und Menschen, die davon überzeugt sind.

Griesstätter Musiker untermalen die Feier

Festlich gestaltet wurde der Gottesdienst durch die gesanglichen und musikalischen Beiträge der Griesstätter Sängerinnen Johanna Fischbacher und Julia Loibl und der Griesstätter Musikkapelle.

Die Griesstätter Musikkapelle führte den Kirchenzug zum Ecker-Garten an. (4) Albersinger

Schirmherr Meier erinnerte in seiner Festrede auch an gute Ergebnisse beim Preisplatteln und beim Dirndldrahn, „Da haben wir uns“, so Franz Meier, „den nötigen Respekt erarbeitet.“ Durch ihre Erfolge auf Gebiets- und Gauebene haben Johanna Ott, Julia Loidl und Kathi Schuster jahrelang der Gaugruppe angehört.

Fahnenweihe 1983 war ein Höhepunkt

Als Höhepunkte in der Vereinsgeschichte bezeichnet der Ehrenvorstand die Fahnenweihe 1983 und die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Vereinsjubiläum. „War damals zur Gründung net da Franz Breitenbach, der erste Vereinsvorstand Hand Brindl senior und er net gwen, dat ma heit wahrscheinlich net dasteh“, so der Ehrenvorstand rückblickend.

Der Verein habe auch Glück mit dem aktuellen Vorsitzenden Franz Schuster, der unermüdlich sei, wenn es um die Trachtensache geht, so der Festleiter. Er wünschte dem Verein alles Gute, Glück und viel Nachwuchs, damit die Tradition weitergetragen werde.

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Dem Regen trotzend, präsentierten alle Gruppen des Vereins, von den Kindern bis zu den Aktiven, zum Abschluss einen gemeinsamen Auftanz, begleitet von der Griesstätter Musikkapelle.

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