Tausende feiern friedlich in Wasserburg – nur einige wenige benehmen sich daneben

Meist friedlich wurde auch im Zelt Am Gries gefeiert – es gab nur ein paar Ausfälle. Stuffer
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Meist friedlich wurde auch im Zelt Am Gries gefeiert – es gab nur ein paar Ausfälle. Stuffer

8000 Narren haben den Faschingsumzug in der Wasserburger Altstadt besucht. Veranstalter, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sorgten in enger routinierter Zusammenarbeit dafür, dass sich auch heuer der Gaudiwurm sicher durch die Stadt winden konnte. Trotzdem gab es einige Polizeieinsätze.

Wasserburg – Trotz ein paar Vorfällen ist die Polizei Wasserburg in Anbetracht der tausenden friedlich Feiernden mit dem Verlauf des Faschingssonntags in Wasserburg zufrieden, teilt der Leiter der Inspektion, Markus Steinmaßl, mit. Seine Bilanz:.

Kein Schnaps an Bord der Anhänger

Einen Beitrag für die Sicherheit leistete die Inspektion der Faschingswägen vor Zugbeginn durch Veranstalter und Polizei, ist der Leiter der Inspektion Wasserburg, Markus Steinmaßl, überzeugt. Die Polizei achtete darauf, dass auch auf den Wägen der Jugendschutz eingehalten wurde. Positiv sei dabei ausgefallen, dass auf den Faschingsanhängern, auf denen auch Jugendliche unter 18 Jahre an Bord waren, kein Schnaps „gebunkert“ war und der unkontrollierte Zugriff auf harten Alkohol für Minderjährige verhindert wurde.

Während des Umzugs kam es nach Polizeiangaben zu zwei Vorfällen. Kurz vor Ende stürzte ein deutlich alkoholisierter 22-jähriger aus Steinhöring von der hinteren Treppe eines Faschingswagens und musste vom Rettungsdienst mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Zudem warf ein 25-Jähriger aus Eiselfing von einem Faschingswagen eine Bierflasche auf einen darunter befindlichen 21-jährigen Reitmehringer. Dieser musste mit einer Kopfplatzwunde ebenfalls ins Krankenhaus.

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Die Polizei nahm die Ermittlungen zu diesem Vorfall auf. Der Flaschenwerfer konnte vor Ort vorläufig festgenommen und die Zeugen befragt werden. Der 25-Jährige war nach Polizeiangaben deutlich alkoholisiert. Es wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn ermittelt.

Alkoholbedingte Aussetzer im Zelt

Damit war der Einsatz für Rettungsdienst, Sicherheitsdienst und Polizei jedoch nicht zu Ende, da auch die anschließende Faschingsparty im Festzelt Am Gries mit etwa 2000 Gäste noch ein paar kleinere Einsätze parat hielt. Auch hier sorgte der reichlich konsumierte Alkohol für den einen oder anderen „Aussetzer“.

Gegen 19 Uhr schlug eine 33-jährige betrunkene Frau aus Edling ohne besonderem Grund zwei jungen Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren mit der Faust ins Gesicht. Die Beiden erlitten dabei oberflächliche Verletzungen und wurden vor Ort vom Rettungsdienst erst versorgt. Die 33-Jährige erhält nun eine Anzeige wegen Körperverletzung. Sie musste das Fest verlassen.

Etwa eine Stunde später stürzte eine 24-Jährige aufgrund ihrer Alkoholisierung selbstverschuldet einen Hang zum Innufer hinunter. Sie erlitt dabei Schürfwunden, Prellungen und eine Platzwunde an der Stirn und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

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Zudem kam es Am Gries noch zu einem dreisten Handydiebstahl. Eine 25-jährige Rosenheimerin stand vor dem Veranstaltungsgelände und hielt ihr Smartphone in der Hand. Ein unbekannter Täter nutzte das Überraschungsmoment und nahm ihr das Gerät aus der Hand und flüchtete.

Es wurden noch zwei Fälle des strafbaren Ausweismissbrauchs bekannt. Ein 17-Jähriger aus Ebersberg versuchte, mit dem Ausweis seines volljährigen Freundes an der Bar Wodka zu kaufen. Dem Sicherheitsdienst fiel dies auf. Beim zweiten Fall wollte sich ein 15-Jähriger aus Babensham mit dem Ausweis eines Bekannten Zutritt ins Festzelt verschaffen. Das fiel jedoch ebenfalls auf. In beiden Fällen muss nun eine Strafanzeige wegen Ausweismissbrauchs der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden. Die Minderjährigen wurden Angehörigen übergeben.

Junge Männer wollten ein Schild „fällen“

Die Polizeibeamten blieben auch auf ihren Sicherheitstreifen rund um das Party-Gelände nicht arbeitslos. Sie nahmen einer Gruppe Minderjähriger eine Flasche Wodka ab und ertappten drei betrunkene Männer im Alter von 18, 23 und 24 Jahren dabei, die ein Straßenschild vor der Max-Emanuel-Kapelle „fällen“ wollten. Die Beamten konnten die Männer festhalten. Das Schild war allerdings schon schief und dadurch beschädigt.

Diese sinnfreie Aktion wurde ebenfalls zur Anzeige wegen Sachbeschädigung gebracht, teilt die Polizeiinspektion mit.

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