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Frust ist groß

Tausende bei der EM, aber nur 100 Personen beim FC Maitenbeth erlaubt: Tag der offenen Tür abgesagt

Das Vereinsgelände in Straßmeier. Hier sollte der Tag der offenen Tür stattfinden – mit der Begrenzung auf 100 Personen.
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Das Vereinsgelände in Straßmeier. Hier sollte der Tag der offenen Tür stattfinden – mit der Begrenzung auf 100 Personen.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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  • Lorenz Richterstetter
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„Im EM-Stadion hocken‘s aufeinander“, sagen Mitglieder des FC Maitenbeth kopfschüttelnd. Der Verein wollte am 18. Juli auf seinem weitläufigen Gelände in Straßmeier einen Tag der offenen Tür mit bunten Mitmachaktionen veranstalten. Das Gesundheitsamt Mühldorf beschränkt die Teilnehmerzahl auf 100 – inklusive Geimpfter, Genesener, Kinder oder Helfer.

Maitenbeth – Zehntausende im Fußballstadion – vielfach ohne Maske, wie im Fernsehen zu beobachten war – und dicht gedrängt bei den EM-Feiern rundherum: Solange die UEFA die Finger im Spiel hat, ist das kein Problem.

Wenn aber ein kleiner Verein, wie der FC Maitenbeth, einen Tag der offenen Tür auf einem weitläufigen Gelände veranstalten möchte, das geht nur unter strengen Auflagen. So dürften am kommenden Sonntag nur 100 Personen – inklusive vollständig Geimpfter und auch Genesener – zeitgleich anwesend sein. Auch Kinder sind hier schon mitgezählt, heißt es in einer Stellungnahme des Gesundheitsamtes Mühldorf mit Verweis auf Paragraf 7 der 13. Bayerische. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Dabei wollten schon 50 Gardemädchen vortanzen und 50 langjährige Mitglieder sollten geehrt werden.

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Das Ganze sei eine „öffentliche Veranstaltung“ die nur möglich sei, wenn von Anfang an ein klar begrenzter und geladener Personenkreis gegeben sei – zudem nur mit Voranmeldung. Gegebenenfalls sollten schon bei den Voranmeldungen die Besucher so gesteuert werden, dass sich nie zu viele Personen gleichzeitig auf dem Gelände befinden.

Für den Verein nicht machbar. Der Vorstand sagt schweren Herzens den Termin am 18. Juli auf dem Vereinsgelände in Straßmeier ab, ein Ersatztermin ist noch nicht in Sicht. Möglicherweise müssen die Sportsfreunde bis nächstes Frühjahr warten. Ein Nachholtermin im Herbst mache wenig Sinn, weil es dann Richtung Winterpause gehe und viele Angebote herunter gefahren werden.

Sollte Startschuss für Rückkehr in normales Vereinsleben werden

Bitter für den FC, denn der wollte mit dem Tag der offenen Tür den Startschuss geben für eine Rückkehr in ein einigermaßen normales Vereinsleben.

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Ein Tag der offenen Tür den FC Maitenbeth, bei dem nur 100 Personen zeitgleich auf dem Gelände sein dürfen, ist „utopisch“, sagt Vorsitzender Otto von Hören.

Insbesondere wollte man damit auch für Kinder und Jugendliche ein Zeichen setzen, sich wieder aktiv am Sportgeschehen zu beteiligen, um damit psychische und körperliche Defizite aus der Corona-Pandemie zu bewältigen, erklärt der Vorsitzende Otto von Hören.

50 Gardemädchen und 50 Geehrte ergibt schon 100

Alle Abteilungen hatten ein umfangreiches Mitmachprogramm mit verschiedenen Stationen auf den Tennis- und Fußballplätzen ausgetüftelt. Ein Zelt von 10.000 Quadratmeter Größe wollte man aufstellen. Notwendige Regelungen zur Einhaltung aller Corona-Vorgaben wurden getroffen, die eingeteilten Helfer standen „Gewehr bei Fuß. Aber 100 Leute – das ist utopisch wenig für einen Tag der offenen Tür“, sagt von Hören auf Nachfrage der Wasserburger Zeitung.

Die Absage sei für alle Beteiligten bitter. Die rund 50 Gardemädchen haben eigens Tänze einstudiert, rund 50 langjährige Mitglieder sollten geehrt werden. Mit Helfern wäre man hier schon über die zugelassene Grenze von 100 Personen.

„Den Besuchern vor einem Zutritt zum Vereinsgelände zu erklären, sie müssten warten, bis andere Besucher genug gesehen haben und nach Hause gehen, um dann nachrücken zu können, widerspricht einem gemeinschaftlichen Zusammentreffen, wie es gerade den Sportverein auszeichnet“, so von Hören.

Er kommunizierte die Entscheidung, die der Vorstand gemeinsam gefällt habe, allen Beteiligten gegenüber und versteht deren Enttäuschung. „Aber in den EM-Stadien, da dürfen‘s aufeinander sitzen“, habe er vielfach gehört, als er die Auflagen des Gesundheitsamtes erklärte, die kürzlich bei ihm eingetrudelt sind.

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„Man wundert sich schon“, sagt er mit Blick auf die Zuschauermassen in den Stadien, will aber nicht das Gesundheitsamt kritisieren. „Alle haben so viel vorbereitet und sich so gefreut, das tut mir schon leid.“

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