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SCHULALLTAG UND HAUSHALTSBESCHLUSS

Tatsachenbericht und Finanzplanung beim Schulverband Rott-Ramerberg-Griesstätt

Beim Distanzunterricht kann der Lehrer oft nur schwer erkennen, wie fleißig seine Schüler mitarbeiten.
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Beim Distanzunterricht kann der Lehrer oft nur schwer erkennen, wie fleißig seine Schüler mitarbeiten.
  • VonRichard Helm
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Um die Finanzen ging es bei der jüngsten Sitzung des Schulverbands Rott-Ramerberg-Griesstätt – und auch Schulleiterin Manuela Strobl wurde gehört, die aus dem schwierigen Schulalltag in Corona-Zeiten berichtete.

Rott– Die Schulverbandsräte aus Griesstätt, Ramerberg und Rott erließen einstimmig den Haushalt und die Finanzplanung bis 2024. Der Verwaltungshaushalt soll sich auf rund 1,15 Millionen Euro belaufen. Darin enthalten sind Einnahmen wie zum Beispiel Zuschüsse und Beiträge für die Schülerbeförderung oder Mittagsbetreuung. Größte Ausgaben sind die Personalkosten für Hausmeister, Mittagsbetreuung und Reinigungspersonal.

Hohe Personalkosten

Wenn die Bauhofmitarbeiter für die Schule tätig werden, sind deren Kosten anteilig auf die Personalkosten umgelegt. Weitere große Posten sind die Ausgaben für die Schülerbeförderung oder die Hausnebenkosten wie Strom und Heizung.

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Bis zum Jahr 2024 wird der Verwaltungshaushalt bis 1,22 Millionen Euro fortgeschrieben. Der Vermögenshaushalt wird 2021 auf 128.000 Euro festgelegt.

In diesem Jahr ist die Beschaffung von mobilen Endgeräten in Höhe von 19.000 Euro sowie mobile Leihgeräte für Schüler in Höhe von 32.000 Euro vorgesehen.

Grundschule hat eine Miete von 106.000 Euro jährlich

Die Gemeinde Rott ist Bauherr und Eigentümer der neuen Grund- und Mittelschule. Die nicht durch Zuweisungen gedeckten Baukosten werden über einen Mietvertrag auf eine Nutzungsdauer von 30 Jahren auf den Mittelschulverband umgelegt. Bis zum Abschluss der Baumaßnahme einschließlich deren Finanzierung erfolgt die Mietberechnung auf Basis von Planzahlen. Sobald eine Spitzabrechnung möglich ist, erfolgt eine Neuberechnung der tatsächlich zu leistenden Miete sowie eine Berichtigung der bereits erfolgten Mietzahlungen.

Auf Basis des aktuell vorhandenen Zahlenmaterials errechnet sich für die Grundschule eine Miete von rund 106.000 Euro jährlich und für die Mittelschule eine Miete von rund 200.000 Euro jährlich.

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Der ungedeckte Bedarf von 402.270 Euro bei der Grundschule und 544.730 Euro wird als Verbandsumlage auf die Gemeinden anhand der Schülerzahlen ermittelt. Von den 200 Grundschülern kommen 49 aus Ramerberg und 151 aus Rott. Die Gemeinde Griesstätt hat eine eigene Grundschule.

Die Mittelschule in Rott besuchen derzeit 49 Schüler aus Griesstätt, 15 aus Ramerberg und 73 aus Rott. Somit zahlt die Gemeinde Griesstätt rund 195.000 Euro für die Mittelschule. Ramerberg zahlt rund 99.000 Euro für die Grundschule und 60.000 Euro für die Mittelschule. Den Löwenanteil trägt Rott mit rund 304.000 Euro für die Grundschule und 290.000 Euro.

Kreditaufnahmensind nicht vorgesehen

Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Der Rücklage werden 2021 in Höhe von 48 600 Euro entnommen. Sie schrumpft auf 73 350 Euro. Investitionen im Vermögenshaushalt werden über Rücklagenmittel finanziert. Sie werden bis 2024 auf rund 10 000 Euro reduziert sein.

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Auf die Frage von Martin Fuchs, ob die Beförderungskosten auch bei der Schulschließung weitergelaufen sind,bestätigte Kämmerer Helmut Helfer, dass es hier keine Änderung gab. Bürgermeister Robert Aßmus (parteifrei) aus Griesstätt wollte bei dem Beschluss zum Haushalt den Zusatz „vorbehaltlich der endgültigen Prüfung“ versehen haben. Das konnte auch die Ratsgemeinschaft akzeptieren.

Schulleiterin Manuela Strobl: Schulalltag momentan „nicht so einfach“

Der Rotter Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) forderte vom Kultusministerium und von der ganzen Politik klare Perspektiven. Er beklagte, dass hier eine ganze Generation benachteiligt werde, die das schwer aufholen können. Bürgermeister Aßmus (parteilos) lobte ausdrücklich die Schulleiterin für ihre wichtige Arbeit in diesen schwierigen Zeiten.

Schulalltag momentan „nicht so einfach“

Schulleiterin Manuela Strobl berichtete über den besonderen Schulalltag der Grund- und Mittelschule in Rott während der Pandemie. Seit dieser Woche findet wieder ein Präsenzunterricht für die Grundschüler und die neunten Klassen statt. Es gelte, vieles zu organisieren. Um den größtmöglichen Abstand zu wahren, wurden verschiedene Pausenzeiten und drei Pausenhöfe eingerichtet.

Notbestreuung bereitet Probleme

Strobl klagte über Personalprobleme: „Die Lehrer sind im Unterricht eingeplant. Doch es gilt auch die Notbetreuung anzubieten.“ Mittlerweile gebe es drei Gruppen, führte sie aus. Hier müsse die Mittagsbetreuung aushelfen, doch die Mitarbeiter stießen an ihre Grenzen, denn die Schüler, die eine Notbetreuung bräuchen, würden immer mehr.

Mittlerweileseine alle Klassenzimmer in den Container eingerichtet. Ein W-LAN mit einer Firewall stünde zur Verfügung. Doch das funktioniere nicht immer. Einige Haushalte seien gar nicht über das Internet erreichbar. Laut Kultusministerium wäre ein Telefon- oder E-Mail-Kontakt ausreichend.

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Strobl berichtete auch davon, dass manche Eltern ihr Kind gar nicht in den Präsenzunterricht schickten, um ihr Kind vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus zu bewahren. Dafür zeigte die Schulleiterin durchaus Verständnis. Sie betonte allerdings auch, dass die Rückkehr zu einer festen Struktur und ein regelmäßiger Rhythmus für alle Kinder wichtig sei. Manche Lehrer hätten ihr außerdem berichtet, dass sich bei Videokonferenzen ab und zu einfach einige Schüler abmeldeten. Das Bild des Schülers sei dann weg.

Außerdem hätte die Schulleiterin gerne einen Corona-Massentest. Für die Lehrer könne es organisiert werden. Für die Schüler sei dies derzeit nicht möglich.

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