Soyens Bürgermeister Weber ist nach 100 Tagen im Amt überrascht über die Vielfältigkeit des Amtes

Kein Tag ist planbar, doch jeder Tag interessant und abwechslungsreich, sagt Soyens Bürgermeister Thomas Weber nach 100 Tagen im Amt.
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Kein Tag ist planbar, doch jeder Tag interessant und abwechslungsreich, sagt Soyens Bürgermeister Thomas Weber nach 100 Tagen im Amt.
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Soyen – Immer wieder erstaunt es Thomas Weber, Soyens neuer Bürgermeister, wie vielfältig seine Arbeit ist und welch´ hohes Maß an Flexibilität sie fordert. „Kein Tag ist planbar, doch jeder Tag interessant und abwechslungsreich“, sagt er. Weber zieht nach 100 Tagen im Amt eine Bilanz.

Herr Weber, seit 100 Tagen sind Sie als neuer Bürgermeister in Soyen tätig. Wie fühlen Sie sich dabei?

Weber: Ich fühle mich sehr wohl! Das liegt sicherlich auch daran, dass ich als neuer Bürgermeister gut „aufgenommen“ wurde. Noch heute gratulieren mir bei Alltagsbegegnungen Bürgerinnen und Bürger zum Amtsantritt und wünschen einen guten Start. Große Unterstützung erfahren habe ich zudem durch mein Team in Verwaltung und Bauhof, die Zusammenarbeit mit Gemeinderat gestaltet sich konstruktiv, somit können wir gemeinsam viel bewegen.

Ist das Amt so, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Weber:  Als langjähriger Gemeinderat und einer Periode als Dritter Bürgermeisterhatte ich bereits einen guten Einblick in die Inhalte einer Bürgermeistertätigkeit. Dennoch erstaunt mich immer wieder, wie vielfältig diese Arbeit ist und welch´ hohes Maß an Flexibilität sie fordert. Kein Tag ist planbar, doch jeder Tag interessant und abwechslungsreich.

Was waren Ihre ersten Schritte in Sachen Kommunalpolitik, die Sie eingeleitet haben?

Weber: Zunächst galt und gilt es, die vielen aktuellen Projekte, die teilweise in der Planungsphase, teilweise bereits in der Ausführung sind, weiterzuführen. Der Brückenneubau in Mühltal befindet sich zwar in der Endphase, Regen- und Unwetterereignisse gestalten jedoch den Bauablauf und die Einschränkungen für die Anwohner derzeit leider schwierig. Der Kanal- und Radwegebau Strohreit in Richtung B15 steht vor dem Baubeginn, Corona und die damit verbundenen Hygienekonzepte haben einige Ressourcen gebunden; wir haben sehr kurzfristig und effektiv eine ganztägige Ferienbetreuung zur Entlastung der Familien organisieren können.

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Können Sie schon Schwerpunkte benennen, die für Sie in Soyen anliegen?

Weber: Es stehen einige wichtige Punkte an. Das Thema Dorferneuerung kann nach langer Vorlaufzeit zur Sicherung der Fördergelder nun konkret starten, derzeit bildet sich ein Arbeitskreis, der Ideen und Vorschläge möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger sammelt und diskutiert. Hier möchte ich die Öffentlichkeit explizit beteiligen, wir werden sehen, wie sich das zu Corona-Zeiten verwirklichen lässt. Die Gewerbebetriebe sollen gestärkt werden, in Graben wird ein Gewerbegebiet erschlossen. Die Nachfrage nach Bauland bleibt auch nach der Erschließung von Soyen-Süd sehr groß; gemeinsam mit Grundeigentümern suchen wir nach Möglichkeiten, neue Bauflächen zur Verfügung zu stellen. Damit verbunden ist auch eine weitsichtige Konzeptionierung der Infrastruktur, Schule, Kindergarten; Sportanlagen anzugehen. Und gerade die letzten Monate haben verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Gemeinschaft zu stärken, das Vereinsleben zu unterstützen, dafür zu sorgen, dass sich alle in unserer Gemeinde wohlfühlen können.

Wo sehen Sie - abseits der Corona-Krise - die größte Herausforderung für Ihre Gemeinde?

Weber: Ohne pessimistisch wirken zu wollen, möchte ich die Herausforderungen nicht „abseits“ sondern „trotz“ oder „infolge“ der Corona-Krise betrachten. Wir werden auch in der kommunalen Arbeit Veränderungen deutlich spüren, die Steuer-Einnahmen werden sinken, Mehrkosten entstehen. Nicht ängstlich oder zurückhaltend, aber vorsichtig und umsichtig sollten wir neue Planungen und Projekte angehen. Ich wünsche mir ein gesundes Wachstum in allen Bereichen und somit eine positive Gemeindeentwicklung.

Gibt es ein Thema, das Sie persönlich besonders bewegt?

Weber: Bewegend ist und bleibt der Gedanke, dass ich als Bürgermeister von vielen Menschen gewählt wurde, die Ihr Vertrauen in mich setzen. So sehe ich es als Pflicht und Herausforderung, allen und allem gerecht zu werden; ein durchaus schwieriges Unterfangen. Es bewegt mich im positiven Sinne, wenn ich die Konflikte und Probleme, die an mich herangetragen werden, zur Zufriedenheit der Beteiligten lösen kann.

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