FÜR KROATIEN

SVW-Sportheim in Waldhausen konnte Spenden kaum noch aufnehmen

Hier werden die gespendeten Hilfsgüter, die von der Kienberger Feuerwehr gesammelt wurden, in den bereitstehenden Transporter umgeladen.
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Hier werden die gespendeten Hilfsgüter, die von der Kienberger Feuerwehr gesammelt wurden, in den bereitstehenden Transporter umgeladen.
  • vonJosef Unterforsthuber
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„Diese Spendenbereitschaft in Waldhausen und in den umliegenden Gemeinden hätten wir uns nicht träumen lassen“, staunten die Vorsitzenden Robert Urbauer von der Feuerwehr und Klaus Seidl vom Sportverein Waldhausen. Fuhrunternehmer Anton Iglhaut aus Ed stellte spontan einen 40-Tonner-LKW zur Verfügung, damit die Hilfsgüter in die Erdbeben-Region nach Kroatien gelangen-

Waldhausen – Beide Vereine wollten mit gespendeten Artikeln von der warmen Kleidung, über Decken bis hin zu Hygieneartikel und haltbaren Lebensmittel in einem oder zwei Sprinter-Kastenwagen in die Dörfer Sisak und Petrinja in Kroatien fahren, um mit dem Nötigsten zu helfen. Die Region hatten Ende Dezember mehrere Erdbeben erschüttert.

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Bis unters Dach war die Gaststube im SVW-Sportheim mitHilfsgütern gefüllt. Da ist es gut, dass am Donnerstag ein riesiger 40-Tonner aus Ed zum Beladen kommt.

Thommy Gries ist einer, der sich nun engagiert. In seinem Betrieb hat er kroatische Kollegen, die aus der Krisenregion stammen. Da wollte er einfach helfen. Und da fand er in Klaus Seidl und Robert Urbauer die idealen Unterstützer. Während Seidl die umliegenden Sportvereine animierte, ersuchte Urbauer die Feuerwehren um Hilfe. Und wie diese Hilferufe fruchteten, durften die Waldhauser am vergangenen Samstag erfahren. Aus allen Richtungen strömten die Bürger herbei, um zu spenden. Die einen hatten eine oder zwei Bananenschachteln voll hochwertiger und warmer Kleidung dabei, andere wiederum fuhren mit Transportern vor und entluden ganze Berge von Schachteln und Säcken mit allerlei Nützlichem.

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Das Sportheim als Zwischenlager konnte die Hilfsgüter nicht mehr fassen. Bis an die Decke waren die Kisten gelagert. Als alles voll war, wurde direkt in die bereitstehenden Kastenwagen, mit denen nach Kroatien gefahren werden soll, umgeladen.

Und dann kam die tolle Nachricht: Der Fuhrunternehmer Anton Iglhaut aus Ed bei Schnaitsee stellte spontan einen 40-Tonner-LKW zur Verfügung. Er übernimmt nicht nur die Fahrt, sondern stellt auch zwei Fahrer. Lediglich Spritkosten müssen von den Organisatoren übernommen werden. Am Donnerstag wird der Laster beladen und zusammen mit den Kastenwagen geht der Hilfskonvoi in Richtung Kroatien auf die Reise.

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Im Gespräch mit der Heimatzeitung freuten sich Seidl und Urbauer, dass aus Schnaitsee, Kienberg, Grünthal, Jettenbach, Taufkirchen und weiteren Nachbarn alle sofort und spontan ihre Hilfe angeboten hatten. „So kann geholfen werden, da wo es am dringendsten benötigt wird.“

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