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Manfred Reithmeier schaltet Anwalt ein

Streit um Fußballplatz: SV Ramerberg will nicht mehr mit dem Bürgermeister verhandeln

Einfach Fußball spielen: Fast 30 Kinder seien am Dienstag beim SV Ramerberg zumTraining angetreten, berichtet Johann Weiderer vom SV Ramerberg voller Freude über den aktiven Nachwuchs..
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Einfach Fußball spielen: Fast 30 Kinder seien am Dienstag beim SV Ramerberg zum Training angetreten, berichtet Johann Weiderer vom SV Ramerberg voller Freude über den aktiven Nachwuchs..
  • Petra Maier
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  • Marina Birkhof
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„Das Maß ist voll“, schimpft der Vorstand des SV Ramerberg. Ein Bericht im Gemeindeblatt lässt ihn die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Manfred Reithmeier aufkündigen. Das Gemeindeoberhaupt will unserer Zeitung zu diesem Thema erst nach Beratung mit einem Anwalt eine Stellungnahme abgeben.

Ramerberg – Das Thema „Neuer Fußballplatz in Ramerberg“ sorgt in der kleinen Gemeinde nach wie vor für großen Wirbel. Nachdem Bürgermeister Manfred Reithmeier (UWR) in der Maiausgabe des örtlichen Gemeindeblattes einen Bericht zur Sachlage veröffentlicht hatte, will der SV Ramerberg künftig nicht mehr mit ihm verhandeln.

In einer aktuellen Pressemitteilung der Vorstandschaft heißt es: „Das Maß ist voll! Ein Bürgermeister, der uns laufend neue Märchen auftischt, ist für den SV Ramerberg kein tolerierbarer Verhandlungspartner. Wir sind betrickst und getäuscht worden.“

Bericht im Gemeindeblatt verärgert die Ramerberger Sportler

Schwere Vorwürfe machen die Fußballer dem Bürgermeister in der Pressemitteilung hinsichtlich seiner Öffentlichkeitsarbeit. Das Gemeindeblatt betiteln sie als „einseitig populistisch motiviertes Sprachrohr der UWR“. Johann Weiderer, Beauftragter des SV Ramerberg für den Sportplatzneubau, macht deutlich: „Die dauernde Berichterstattung im Gemeindeblatt gegen den Verein ist unerträglich.“

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Im aktuellen Gemeindeblatt hatte Reithmeier einen Appell an die Sportler veröffentlicht: „Vereinsleben bedeutet auch gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen. Eine vorbildliche Jugendarbeit fängt nicht damit an, dass man in der Öffentlichkeit nur über vermeintliche Gegner schimpft und dagegen schießt. Zeigen Sie Größe und machen Sie etwas Großartiges aus den Optionen, die Ihnen gegeben sind und mit der Hilfe, die Ihnen angeboten wird.“ Diese Worte brachten beim SV-Ramerberg-Vorstand das Fass zum Überlaufen. „Bis auf Weiteres werden wir nicht mehr mit Bürgermeister Reithmeier in Person verhandeln“, so Weiderer.

„Getrickst, Getäuscht, Geschwindelt!“ - Scharfe Pressemitteilung des SV Ramerberg

In der Maisitzung im Gemeinderat, zu der der Vorsitzende des SV Ramerberg, Andreas Baumgartner, als Experte geladen war, hatten Bürgermeister und Sportler noch einen weiteren Gesprächstermin vereinbart. Nach Pfingsten sollte ein Gespräch mit einem Vertreter der Regierung von Oberbayern stattfinden, hatte Reithmeier angekündigt. „Vonseiten des Vereins ist dieser jetzt hinfällig“, teilt Weiderer mit.

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„Getrickst, Getäuscht, Geschwindelt!“ – unter diesem Titel wurde die Pressemitteilung des SV Ramerberg verschickt. „Uns wurden von Manfred Reithmeier jede Menge Märchen aufgetischt“, heißt es darin. Als Beispiel führen die Sportler unter anderem die Aussage Reithmeiers in der Gemeinderatssitzung vom 4. Mai an, dass unter anderem „Einwände der Behörden“ zur Ablehnung des Standortes Zellerreit führen mussten.

Verein erhebt Vorwürfe gegen den Bürgermeister

Das mussten sie nicht, sagen die Sportler und verweisen in ihrer Pressemitteilung auf anderslautende Aussagen von Rechtsanwalt Sebastian Heidorn und Hans Althammer, Geschäftsführer des SAK-Planungsbüros, sowie von Ulrike Grandt, Bauamtsleiterin VG Rott (wir berichteten).

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Ebenso kritisiert der Vorstand des SV Ramerberg in seinem Schreiben die angebotenen Standort-Alternativen. „Auch als Reithmeier als Ersatz für den Standort Zellerreit diverse weitere ‚Alternativen‘ ins Spiel bringt, hält er an seiner eigens konstruierten ‚Wahrheitsversion‘ fest, obwohl sich genau diese ‚vermeintlichen Alternativen’ bereits auf den ersten Blick als Luftnummern heraus kristallisieren“, werfen sie dem Bürgermeister vor.

Reithmeier berät sich wegen Stellungnahme mit einem Anwalt

Bürgermeister Manfred Reithmeier wollte sich zu diesem Thema nicht spontan äußern. Er wolle sich vorher mit einem Anwalt beraten, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Bis Redaktionsschluss lag uns keine Stellungnahme vor.

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