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NACHRUF

Susanne Hudlberger aus Rechtmehring verstorben

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Die Rechtmehringerin Susanne Hudlberger wuchs auf einem Hof in Eisenau auf. Auch nach der Übergabe der Landwirtschaft an ihren jüngsten Sohn Albert und seine Frau Angelika war sie sehr am Hofgeschehen interessiert. Nun verstarb Hudlberger am 21. Februar dieses Jahres.

Rechtmehring – Im Alter von 87 Jahren verstarb Susanne Hudlberger aus Rechtmehring.

Sie wuchs auf dem schön gelegenen elterlichen Hof in Eisenau als zweites von vier Kindern auf. Nach der Volksschule in Rechtmehring erlernte sie die bäuerliche Arbeit auf dem elterlichen Hof. Die Marktbesuche in Haag waren zur damaligen Zeit nach dem Krieg die Höhepunkte des Jahres, vor allem für die jungen Leute. Anfang der 1950er-Jahre lernte sie ihren Mann Max kennen, den sie 1955 in Birkenstein heiratete. Seitdem waren sie für das Harr-Anwesen in Rechtmehring verantwortlich und wurden dieser Aufgabe mehr als gerecht.

+++ Todesanzeigen finden Sie auf unserem Trauerportal. Weitere Nachrufe aus der Region finden Sie hier. +++

Sie bekamen von 1956 bis 1971 sechs Kinder. Am Hof wohnte seit dem Kriegsende das aus dem Sudentenland heimatvertriebene Paar Michl und Maria Kas, die dem jungen Paar beim Aufpassen und bei der Kindererziehung eine große Hilfe waren. Das haben die Harr-Eheleute später immer wieder betont. Die Bauersarbeit war in den 50er- und 60er-Jahren schwer, es war fast alles Handarbeit. Nach und nach modernisierten sie den Hof, Freizeit gab es kaum.

„Zsammhiafa miasts“

Schwere Schicksalsschläge waren für die „Sanne“ der frühe Tod ihrer Mutter 1960 und ihrer Schwester Anna 1980. Der Zusammenhalt in der Familie war ihr immer sehr wichtig. „Zsammhiafa miasts“ hat sie ihren Kindern gelehrt und es immer auch vorgelebt.

Große Freude hatte sie an ihren 18 Enkeln und sieben Urenkeln. In einer Kommode bewahrte sie um die 50 Paar Socken auf: Jeder hatte freie Auswahl – und bediente sich gern.

Sehr viel bedeutete ihr die gute Nachbarschaft. Die Nachbarn trafen sich zum Kaffee an Geburtstagen und zum Austausch des Dorfgeschehens. Gerne ging Susanne Hudlberger zu den Seniorennachmittagen. Nach der Hofübergabe an ihren jüngsten Sohn Albert und seine Frau Angelika machte das rüstige Paar in den 1990er-Jahren eine Reise nach Lourdes. Der regelmäßige Kirchgang und der sonntägliche Rosenkranz in Hochhaus waren der Verstorbenen sehr wichtig. Ende Januar besuchte sie ihn zum letzten Mal.

In den vergangenen Jahren war sie auf einen Rollator angewiesen, trotzdem konnte sie sich in ihrer kleinen Wohnung weitgehend selber versorgen. Nach 63 Ehejahren verstarb im September 2018 ihr Mann Max. Ab diesem Zeitpunkt hatte auch Susanne Hudlberger etwas an Lebensmut verloren. Die geistig sehr fitte „Sanne“ war bis zuletzt am Hofgeschehen interessiert. Sohn Albert kam fast jeden Abend zum Berichterstatten.

Nach weiteren Einschränkungen im vergangenen Jahr und einer Operation kurz vor ihrem Tod wurde ihr Wunsch, sterben zu dürfen, am 21. Februar morgens erfüllt. Sie wurde bei ihrem Mann im Rechtmehringer Kirchenfriedhof beerdigt.

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