Stück für Stück mehr Leben für alte Babenshamer Textilfabrik – Mensa und Kita ins Fiedlerhaus

Ins Fiedler-Gebäude soll noch mehr Leben kommen. So werden Kindergarten und Krippe ausgebaut und in der ehemaligen Textilfabrik mehr Platz bekommen. Architekt Stephan Jocher stellte das Raumkonzept im Gemeinderat Babensham vor.
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Ins Fiedler-Gebäude soll noch mehr Leben kommen. So werden Kindergarten und Krippe ausgebaut und in der ehemaligen Textilfabrik mehr Platz bekommen. Architekt Stephan Jocher stellte das Raumkonzept im Gemeinderat Babensham vor.

Das riesige Fiedlerhaus in Babensham wird nach und nach aus dem Dornröschenschlaf erweckt. In die alte Kleiderfabrik ziehen bald Krippen- und Kindergartengruppen – und die Schulmensa. Der Gemeinderat hat das Raumkonzept genehmigt.

Babensham – Rund 1,875 Millionen Euro netto wird der Umbau des Fiedler-Gebäudes in Babensham kosten. Entstehen werden im derzeit ungenutzten Trakt der früheren Kleiderfabrik drei Kindergartengruppen sowie eine Krippengruppe. Außerdem ist der Einbau einer neuen Schulküche und Mensa geplant. Der Gemeinderat in Babensham nahm die aktuellen Planungen in der jüngsten Sitzung zur Kenntnis und genehmigte das vorgelegte Raumkonzept.

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Ursprünglich war auch einmal ein Pfarrsaal mit Nebenräumen und Toilettenanlagen angedacht – und noch im Februar Teil der Diskussion, was aus dem Haus, das die Gemeinde vor rund zehn Jahren erworben hatte, werden soll.

Nun liegt die Pfarrsaal-Idee aber vorerst auf Eis, bis eine abschließende Entscheidung der Kirchenverwaltung über die Finanzierung der trägerbezogenen Einrichtung getroffen ist, wie Martin Kubiczek, Geschäftsleiter der Gemeinde Babensham im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung erklärt.

Riesiges Gebäude mit 3000 Quadratmetern

Die Nutzfläche des großen Gebäudes beträgt 3000 Quadratmeter, das Grundstück ist 10 000 Quadratmeter los. Der Bau stand vor dem Kauf rund zehn Jahre leer.

Es gab zwar einige Interessenten, ein Edeka-Markt war angedacht oder auch der Einbau von 30 Wohnungen. Passiert ist nichts, bis die Gemeinde beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Umbauarbeiten begannen, im Oktober 2011 zog als erstes die Kinderkrippe in neue Räume im alten Fiedler-Gebäude. Im Oktober 2012 hatten die Babenshamer Schützen in ihrem neuen Heim ihr Anfangsschießen. Dafür hatten sie das ehemalige Auslieferungslager der früheren Kleiderfabrik umgebaut.

Babensham trotzt dem Leerstand

Umfunktioniert wurden auch verschiedene Räumlichkeiten in dem großen Fabrikbau. In dem Gebäude bekommen Schul-, Kindergarten- und Krippenkinder ein Mittagessen, gekocht in der dortigen Küche. Auch gewerbliche Nutzung gibt es: eine Fahrschule und eine Praxis mit zwei Mietern.

Nun will die Gemeinde weiterkommen und dem Leerstand trotzen. Architekt Stephan Jocher aus Wasserburg kann nach dem Gemeinderatsbeschluss die weiteren Planungsschritte in Angriff nehmen.

Der Gemeinderat beauftragt ihn zudem, die entsprechenden Förderanträge zu stellen sowie die Fachwerksplanungen für die Gewerke und sämtliche Anträge auf den Weg zu bringen.

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