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Stricken schafft Perspektiven

Die Frauen von "Utan Phitiris" stricken die leuchtend bunten Handschuhe und Mützen, die beim Nationenfest und in den Weltläden Süddeutschlands gerne gekauft werden.  Foto  re
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Die Frauen von "Utan Phitiris" stricken die leuchtend bunten Handschuhe und Mützen, die beim Nationenfest und in den Weltläden Süddeutschlands gerne gekauft werden. Foto re

Besonders erfreulich findet die Internationale Kinder- und Jugendhilfe Wasserburg e.V. (IKJH) die Entwicklung des bolivianischen Projekts Wiphala in El Alto bei La Paz mit der Mütterstrickgruppe "Utan Phitiris". Dies ist eines von drei Projekten, das die IKJH intensiv betreut.

Wasserburg - 2011 gibt es sie wieder in vielen Weltläden Süddeutschlands, darunter auch Wasserburg und Rosenheim, sowie in Südtirol, die Erzeugnisse aus El Alto. Auf dem Wasserburger Nationenfest wurden sie sogar bei Sommerhitze gekauft: die kuschelweichen Alpaka-Strickwaren der bolivianischen Strickgruppe Utan Phitiris. Typisch sind leuchtend bunte Farben und unverkennbar andine Muster.

Marianne Stohrer, Leiterin des Rosenheimer Weltladens, hat die Erzeugnisse von Utan Phitiris seit 2004 im Sortiment. "Eine Mitarbeiterin ist ehemalige Modeberaterin", so Stohrer. Ihre Tipps wurden unter der Leitung von Monika Stöckl, Sozialpädagogin und Bolivienverantwortliche der IKJH, von den über 20 Strickerinnen umgesetzt, die Produktqualität laufend optimiert.

Der Verkaufserfolg bedeutet Umsatz. Umsatz, der für die Strickerinnen mehr Eigenständigkeit und bessere Zukunftsperspektiven bedeutet, was auch ihren Kindern hilft, die durch das Stammhaus Wiphala unterstützt werden. "Vielstrickerinnen verdienen über 1000 Bolivianos monatlich, mehr als den bolivianischen Mindestlohn", erklärt Monika Stöckl, die 2011 die Projektleitung ihrer einheimischen Nachfolgerin übergab. Aufgrund der guten Auftragslage wurden sogar zwei weitere Honorarkräfte eingestellt.

Auch das Stammprojekt Wiphala ist gewachsen und wurde im August 2011 durch Kauf eines zweiten Gebäudes erweitert. Einmal umgebaut, soll es unter anderem eine betreute Wohnmöglichkeit für rund 15 Kinder und Jugendliche beherbergen.

In Cuzco, Peru, hat die IKJH auch 2011 ihre zwei spendenfinanzierten Projekte unterstützt: Mantay, ein Heim für schwangere Mädchen und junge Mütter, sowie Q'oi Wasicha, ein Kinderheim, das nach 20 erfolgreichen Jahren nun ein überarbeitetes Konzept bekommen hat. re

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