Stress hatten in Maitenbeth nur die Lachmuskeln

Fastenprediger Burmaläus(Max Burwick) in seinem Element.

Fastenprediger Burmaläus (Max Burwick) präsentierte beim Starkbierfest nicht nur Verfehlungen und Schandtaten aus dem direkten Einzugsgebiet der Gemeinde: Egal, in welcher Ecke dieser Erde die Gemeindebürger auch aufgefallen waren, Burmaläus hat es in Maitenbeth angeprangert.

Von Lorenz Richterstetter

Maitenbeth– Moderator Lukas Fichtner führte gekonnt und souverän durch das Programm beim neunten Starkbierfest in Maitenbeth. Das Lochtrio begeisterte mit gewohnt professioneller Stimmungsmusik, Sepp Bräustetter hatte einen tollen, lachintensiven Stammtisch-Einakter einstudiert und bei der von Hans Faltermaier erstellten und von Burmaläus gestenreich und emotional vorgetragenen Fastenpredigt wurden wieder jede Menge Schandtaten und Vergehen aufgedeckt. Alles war also angerichtet für einen stimmungsvollen und unterhaltsamen Abend in der voll besetzten Mehrzweckhalle.

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Zentrales Thema beim Einakter war ein aufgrund eines Zeitungsartikels von Lorenz Richterstetter (Süden) ausgelöster Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden Maitenbeths, der auch mit einer Gegendarstellung von Hans Faltermaier (Norden) nicht aus der Welt geräumt werden konnte – und immer noch brodelt.

Sabrina (neutral) und Beate (Süden) erklärten, dass die Folgen daraus jetzt getrennte Eingänge beim Boschner sind. Die Gäste Kurt und Christa (beide Norden) verlangten bei der Brotzeit ausdrücklich Nordware. Die gegenseitigen Vorwürfe wurden immer heftiger, sogar auf die Gefahr einer drohenden Inzucht bei konsequenter Beibehaltung dieser Trennung wurde hingewiesen.

Silvesterfeuerwerk im Hausgang

Der Mitter Mane (Norden) sei sogar soweit gegangen, dass er sein Silvesterfeuerwerk lieber im Hausgang gezündet hat, nur damit die Südstaatler sein schönes Feuerwerk nicht hätten sehen können.

Bei den anstehenden Kommunalwahlen will der Norden den Süden bewusst auflaufen lassen, hat keinen Bürgermeisterkandidaten gestellt und sogar einige amtierende Gemeinderäte zum Rücktritt überredet. Auch eine Kandidatur von Erhard Schwarz mit seiner First Lady Anni ist aus diesem Grunde nicht zustande gekommen. Dagegen konnte der Süden aus dem Vollen schöpfen und hat sowohl beim Bürgermeisterkandidaten als auch bei den Gemeinderäten die Qual der Wahl.

Zwischendurch wurde die von Gemeinderat Hans Schmidt angewandte Wurmbekämpfung für Bastelholz durch Erhitzung in seiner Sauna ausgiebig diskutiert.

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Kurt und Christoph (Norden) machten sich Gedanken über mögliche Sanktionen gegen den Süden: Sperren der Wasserversorgung, eine Erhebung von Strafzöllen, Abriegelung des Sportplatzes oder Sperrung des Radlweges nach Hohenlinden.

Die Austragung des Kirchweihfestes beim Hans’n könnte künftig von der Sitzverteilung im neuen Gemeinderat abhängig sein, deshalb ist man im Norden schon auf der Suche nach attraktiven Ersatzveranstaltungen. Dabei wurde das Salzwasser-Schwimmbecken vom Steinbach Michael ebenso ins Spiel gebracht, wie ein Eventstadl beim Straßmaier, ein VIP-Bereich für die Sponsoren des FCM, ein Fremdenverkehrsamt und ein Sandstrand beim Stanerberg. Die Planung und Umsetzung dieser Ideen könnte dann nach Ende seiner Amtszeit vom Josef Kirchmaier übernommen werden.

Fastenprediger Burmaläus (Max Burwick) deckte schonungslos Verfehlungen und Schandtaten einiger Anwesenden auf. Egal, in welcher Ecke dieser Erde sie auch aufgefallen waren, Burmaläus brachte es mit seinen himmlischen Beziehungen in Erfahrung.

Meterstab für scheidenden Bürgermeister und Landrat

Damit der scheidenden Bürgermeister Josef Kirchmaier und auch der abtretende Landrat Georg Huber für die letzten 55 Tage Amtszeit keine Probleme bei Terminplanungen bekommen, wurde beiden ein entsprechend langes Stück Meterstab überreicht und „gut“ gemeinte Ratschläge für den Ruhestand mit auf den Weg gegeben.

Kurt Schrank musste sich Hinweise auf die Treibjagd auf seine ausgebrochenen Schweine nach dem Kreuzer Neujahrs-Anblasen genauso anhören, wie Sepp und Maria Eisenauer einen Kommentar zu ihrer Radlirrfahrt von Florenz nach Rom, die auf der Autobahn endete und nur mit Hilfe der Polizei zu einem glücklichen Ende gebracht werden konnte.

Der Weg zur Abfallentsorgung nach Innach scheint mittlerweile zu einer Rennstrecke geworden zu sein, denn zum dritten Mal hat jetzt einer seine Ladung auf dem Weg dorthin abgeladen. Diesmal hat Christoph Gilnhammer die Kurve nicht gekriegt und seine Altholzladung vorzeitig entsorgt.

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Ein Bergdrama hat sich am österreichischen Walchsee abgespielt. Nach einer feuchtfröhlichen Hüttengaudi hat eine Sumpftruppe (Männlein und Weiblein) auf äußerst wackeligen Beinen den Heimweg antreten wollen, was aber erst nach Drehung einiger Pirouetten und Auswuchtung aller Gliedmaßen möglich war. „Gut, dass zwei Frauen zum Autofahren eingeteilt waren, sonst würde die Truppe wohl immer noch im Walchsee-Gebiet herum irren.“

Bis nach Asien hatte Burmaläus seine Fühler ausgestreckt. Um auf einem Flug von Myanmar nach Thailand immense Gepäckkosten zu sparen, hat eine Maitenbether Chaotengruppe alle mitgebrachten Kleidungsstücke gleichzeitig angezogen. Ausgeschaut haben sie wie aufgeblasene Michelin-Männchen von einem anderen Stern, und das bei 35 Grad.

Der Franta Stephan hat sich eine neue Angel zugelegt, sich zum Ausprobieren ausgerechnet den Fußballplatz ausgesucht und mit seinem Angelhaken die darüber führende Stromleitung eingefangen. Bis heute ist noch nicht endgültig geklärt, ob das die Ursache für einen zeitnahen Stromausfall im Gemendegebiet gewesen ist.

Auch der Versuch vom Daumoser Werner seine verdreckte Kleidung im Anschluss an einen feuchtfröhlichen Musikantenstammtisch selber zu waschen blieb nicht im Verborgenen. Er hat dabei fast alles richtig gemacht, außer dass er sein Handy in der Waschmaschine mitgewaschen hat.

Die besten Sprüche

Zum scheidenden Bürgermeister Josef Kirchmaier: „Was ist eine Periode? Da gibt´s ja verschiedene Arten. Jedenfalls dem Kirchmaier Sepp sei´ Periode endet in Kürze. In seiner Amtszeit hat er a Menge g´schafft. Bloß oans, des fehlt zur Vollendung: Nämlich die „Moabether Chronik“. I tät sag´n des werd dei Rentner-Hausaufgab - oder Sepp?? Bloß muaßt da a im Ruhestand a bissl Gas geb´n sonst wird der Berliner Flughafen no eher fertig und des wär dann wirklich a Blamage!“

Zum scheidenden Landrat Georg Huber:

„Also, es freut mich narrisch, dass es dem Landrat auch heuer wieder gelungen ist an diesem geschichtsträchtigen Ereignis dabei zum sei: ein herzliches Grüß Gott unserem Landrat Georg Huber. A zeitlang is er ja no Landrat, aber liebe Moabether i tät euch rat´n lad´s den a in Zukunft ei, der is euch scho g´wohnt und wer woaß ob sich jemals a neuer Landrat in eure g´fährliche Gegend hertraut. – So und so und was für´n Bürgermoaster gilt, gilt a für´n Landrat. Für beide endet die Politkerkarriere und deshalb mach i des jetz glei selba: Kraft meines Amtes werd´s ihr jetz hiermit von mir exkommuniziert - ….Hoppala – falsches Wort - enttrohnisiert, Aber euer Amtszeit derft´s fei scho no absitzen.“

Zur Aktion der Raiffeisenbank, jedem Neugeborenen einen Socken zu schenken, den zweiten gibt es bei einer Kontoeröffnung:

„Jetz kimmt ja bald der Frühling wo die Kinder im Dorf wieder strumpfsocka´n umanandalaufan. Wenn´s ihr da dann Kinder mit oan Socka laufa sehg´st, dann san des lauter angedachte Kunden der Raiffeisen.“

Aus dem Einakter:

Christa: „Er duad Paarshipen, des host no nia gherd, ha Kurt? Er suacht a Online-Partnerin weil momentan a Süd-gspuse ned guad okimmt, gell Christoph?“

Beate: „Aso, do waarn ja drei Freiberger do de des Zeig zum Burgermoasda ghobt hättn. Ja wenn des a so is, muas hoid der, wo dahoam s’song hod, entscheiden wer se aufstoin lost.“

Christoph: „Wos d’Angela? (Ist die Frau vom Sepp Freiberger und Mutter von Werner und Thomas Freiberger)“

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