Stimmen nach Buchstabendreher nicht ungültig

Isen – Ein großer Stein ist Wahlleiterin Christine Pettinger von der Marktgemeinde Isen am Sonntagabend vom Herzen gefallen, als sie erkannte, dass sich der versehentliche Dreher im Vornamen des Bürgermeisterkandidaten Michael Feuerer nicht zum Nachteil für den Kandidaten ausgewirkt hatte.

Was war geschehen? Erst als Wahlbriefe im Vorfeld der Stichwahl verschickt waren, fiel auf, dass auf dem Stimmzettel der Name Michael falsch geschrieben war: „Micheal“ war dort zu lesen. Sicher war, dass jeder Wahlberechtigte in Isen trotzdem wusste, wer damit gemeint war. Das Problem: Hätten sich Wähler beim häuslichen Ausfüllen der Wahlunterlagen bemüßigt gefühlt, den Schreibfehler zu korrigieren oder gar mit lustigen Kommentaren zu versehen, dann wären ihre Stimmzettel unter Umständen ungültig gewesen.

Pettinger erklärt: „Hätte jemand einen persönlichen Text auf den Stimmzettel geschrieben, wäre dies ein unzulässiger Zusatz gewesen.“

Und so wurden am Sonntag die Stimmzettel in Isen einer ganz genauen Prüfung unterzogen. Dann kam die Entwarnung: Kein einziger Stimmzettel war wegen zusätzlicher Anmerkungen oder Kritzeleien ungültig. Die Wähler hatten sich zurückgehalten – sehr zur Erleichterung der Wahlleiterin.

„Es gab allerdings ein paar Wähler, die die Bürgermeisterkandidaten Geiger oder Zimmerer, die bei der Wahl am 15. März noch im Rennen gewesen waren, auf die Stimmzettel geschrieben haben. „Diese Stimmabgaben waren jetzt definitiv ungültig“, so Pettinger. pm

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