Steuereinbruch wegen Corona: Pfaffing benötigt vermutlich einen Nachtragshaushalt

Pfaffing trifft der Einbruch der Gewerbesteuer – Folge der Corona-Krise.
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Pfaffing trifft der Einbruch der Gewerbesteuer – Folge der Corona-Krise.

Die Gemeinde Pfaffing erwartet einen Rückgang bei den Einnahmen, bedingt durch die Corona-Krise. Die finanzielle Situation war Thema im Gemeinderat.

Von Karlheinz Günster

Pfaffing – Der Einbruch betrifft die Gewerbesteuer, die mit 1,5 Millionen Euro angesetzt war und jetzt um 180.000 Euro darunter liegt. Die Beteiligung an der Einkommensteuer und Umsatzsteuer weist einen um 100.000 Euro niedrigeren Betrag einer Rate aus. Ebenfalls nicht im Plan liegt die außerplanmäßige Tilgung eines Darlehns mit 263.000 Euro, da die Bank auf eine Entschädigung besteht.

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Bisher verringert haben sich die Schulden von 1,9 Millionen Euro um rund 400.000 Euro. Nach wie vor hoch sind die Rücklagen in Höhe von nahezu zwölf Millionen Euro. Bisher war vorgesehen, daraus 2,8 Millionen herauszunehmen. Trotzdem bleibt ein Maßstab der reguläre Überschuss des Verwaltungshaushaltes, der alleine zur Tilgung der Darlehen mindestens 113 500 Euro erreichen soll. Das wird nicht erreicht. Somit kann sich der Haushalt alleine aus seinen Einnahmen nicht selber tragen.

Straßensanierungen werden verschoben

Gemeinderat Tobias Forstner (ÜWG) erkundigte sich nach „Gegenmaßnahmen“. Bürgermeister Josef Niedermeier (FWF) kündigte an, etwa Straßensanierungen zu verschieben. Christian Thomas von der Verwaltung ergänzte, dass die Gemeinde ihr Vermögen dazu einsetzen könnte, solchen Krisen mit Investitionen auszugleichen. Ein Beschluss wurde dazu nicht gefasst. kg

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