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Aus der Jahreshauptversammlung

Steinwüsten sind für den Wasserburger Obst- und Gartenbauverein Orte des Grauens

Ernte auf der Streuobstwiese: Monika Schwarz, Monika Barthold Rieger und Stephan Hammermüller, Vorsitzender des Wasserburger Obst- und Gartenbauvereins, legen sich mächtig ins Zeug.
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Ernte auf der Streuobstwiese: Monika Schwarz, Monika Barthold Rieger und Stephan Hammermüller, Vorsitzender des Wasserburger Obst- und Gartenbauvereins, legen sich mächtig ins Zeug.

„Gärten des Grauens“, werden sie genannt, die Kies- und Steinwüsten in deutschen Vorgärten. Deutliche Worte fand Vorsitzender Stephan Hammermüller bei der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Wasserburg.

Von Karlheinz Rieger

Wasserburg – Die so oft geplante und noch öfter abgesagte Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Wasserburg konnte erfreulicherweise nun doch noch, nach zweijähriger Pause und unter Einhaltung der 3-G-Regeln in den Paulanerstuben abgehalten werden. Da kurzfristig kein Fachreferent zur Verfügung stand, musste Vorstand Stephan Hammermüller diesmal dessen Part selbst übernehmen. Sein Motto vor knapp 30 Anwesende: Ein schöner Garten wischt den Staub des Alltags von der Seele.

Vor allem an den sogenannten ‚Gärten des Grauens‘ ließ Hammermüller kein gutes Haar, da für einen echten Garten eine Steinwüste eigentlich eine Beleidigung darstelle. Dass solch ein sinnloser und naturzerstörender Trend bei uns verboten wurde, sei völlig richtig, betonte er.

Echte Steingärten bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Echte Steingärten mit Kräutern und anderen Trockenheit liebenden Pflanzen würden dagegen Lebensraum für viele Kleintiere wie Spinnen und Eidechsen schaffen und auch noch für Blüten und Grün sorgen.

Vielfalt ist wichtig

Und Vielfalt sei wichtig, auch im Gemüse- oder Bauerngarten. Mit dem richtigen Pflanzenmix könne für Schmetterlinge, Erdwespen und andere Insekten viel getan werden auch auf Balkonen. Schon kleine Veränderungen könnten zum wichtigen Beitrag für die Umwelt werden.

Vorstand Stephan Hammermüller (links) ehrt gemeinsam mit Zweitem Vorstand Konrad Braun (rechts) Maria Poeverlein, die seit 60 Jahren dem Obst- und Gartenbauverein Wasserburg die Treue hält.

Anpassung Klimawandel

Dazu gehöre nach Hammermüller zum Beispiel auch die Förderung der Humusbildung. Hier brauche man nur die Natur selbst zu beobachten. Auch im Garten könne dünn verteilter Rasenschnitt oder andere abgestorbenen Pflanzenreste den Boden verbessern helfen und ihm wichtige Nährstoffe zurückgeben. Letztlich solle auch auf Torf verzichtet werden, es werde noch viel zu viel davon verwendet.

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Dies helfe dem Klima ebenso, wie die Vermeidung von oft unnötiger Bodenversiegelung mit Pflastersteinen, wo dann eben kein Wasser gespeichert oder gefiltert werden könne. „Die diesjährigen Starkregenereignisse setzen uns stark unter Druck. Bei solchen Ereignissen können wir Gartler nur zuschauen“, so Hammermüller. Die Menschen seien aber auch ein wichtiger Teil im Naturkreislauf und unverzichtbarer Baustein der Anpassungsstrategie an den Klimawandel.

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Die obligatorischen Berichte des Kassiers Heinz Brendel, übrigens schon 25 Jahre in diesem Amt tätig, und der Schriftführerin Monika Barthold-Rieger über die Aktivitäten und Finanzen umfassten die Jahre 2019 und 2020. Sie fielen insgesamt aber kurz aus, hatte doch Corona das Vereinsleben in den vergangenen 20 Monaten praktisch lahmgelegt. Nur eine Fahrt und die Apfelernte auf der Streuobstwiese seien als Highlights übrig geblieben, wurde festgehalten.

Besuch der Landesgartenschau in Freyung geplant

Aus diesem Grund ist man auf Vereinsseite auch vor-sichtig mit den Planungen für 2022. Die geplante Fahrt zur Handwerksmesse, der Besuch der Landesgartenschau in Freyung, der Pflanzenflohmarkt, das Ostereiersuchen und vielleicht ein Gartlerfest hinter der Frauenkirche sollten jedenfalls nicht noch einmal ausfallen, so der Wunsch aller.

Ehrungen:

Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Wasserburger Obst- und Gartenbauverein wurden geehrt: Max Dietrich, Max Seitz und Irmgard Schwaninger.

Für 40 Jahre: Renate Urbaneck und Irmgard Fleidl.

Für 50 Jahre: Heinrich Rothmüller, Margarete Watzka und Willi Pohl

Für 60 Jahre: Walter Weber und Maria Poeverlein

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