Steine mal ganz anders – als Zeugen des Inngletschers in Haag

Gesteine aller Art können besichtigt werden. Bauer

Eine Ausstellung in Haag lässt Steine sprechen – über die Vorgeschichte des Haager Landes.

Von Ludwig Meindl

Haag –Die Besucher des Bauernmarktes zeigten zur Eröffnung reges Interesse an der Ausstellung „Zeugen des Inngletschers – wir Steine hier sind“. Der Titel entspricht der Inschrift des großen Gedenksteins im Haager Gletschergarten, der vergangenes Jahr unter fachlicher Leitung des Geologen Dr. Johann Wierer neu gestaltet wurde. Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 5. Juni, zu den Öffnungszeiten des Bauernmarktes, freitags 10.30 bis 16.30 Uhr, zu sehen sein. „Ich bin dort anwesend, erkläre das Eiszeitgeschehen, beantworte gerne die Fragen der Besucher und bestimme auch mitgebrachte Steine“, so der Geologe. Er erläutert dazu auch den besonderen Stellenwert des Haager Landes: „Haag ist mit Toteiskesselweg und Gletschergarten bereits ein Zentrum der Eiszeitdokumentation.

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Die Ausstellung erweitert das Informationsspektrum, zeigt anhand teils polierter Gerölle die bunte Gesteinsvielfalt der Inngletschermoränen, denn noch vor 20.000 Jahren reichten die Eismassen des Inngletschers bis nach Haag.“ Auf seinem Weg durch die Alpen habe das Gletschereis viele verschiedene Gesteinsformationen durchquert. Daher finde man in den Kiesgruben vor unserer Haustür alle Gesteinsarten wieder, die entlang des Inntals und seiner Seitentäler vorkommen. Außerdem wird dargestellt, wie der Gletscher unser heutiges Landschaftsbild geprägt hat. xy

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