10 Jahre Bauarbeiten

Startschuss für 1,6 Millionen Euro teure Kanalsanierung in Amerang

Die Kanalsanierung im Gemeindegebiet von Amerang hat begonnen.
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Die Kanalsanierung im Gemeindegebiet von Amerang hat begonnen.

Die Kanalsanierung im Gemeindegebiet Amerang kann losgehen. Der Gemeinderat genehmigte die Entwurfsplanung einstimmig. Die Maßnahme soll nach bauökonomischen Gesichtspunkten und nach Dringlichkeitsstufen in drei gleichwertigen Bauabschnitten innerhalb der nächsten zehn Jahre erfolgen und gut 1,6 Millionen Euro kosten.

Von Christa Auer

Amerang – Damit ist ein wichtiges Thema, das den Rat über Jahre begleitet hat, auf den Weg gebracht. Denn die Vermessung und Befahrung des gesamten Kanalleitungssystems mit TV-Kamera in den vergangenen Jahren hat den Handlungsbedarf deutlich gemacht. Die bei der Befahrung festgestellten Mängel wurden zwischenzeitlich ausgewertet, um eine Zustandsbewertung und schließlich ein Gesamtsanierungskonzept zu erstellen. Zugleich wurde mit den gewonnenen Daten ein Kanalkataster erstellt, das über das vorhandene geografische Informationssystem abgerufen werden kann. Nun wurden die geplanten Sanierungsmaßnahmen vorgestellt. Die dafür anfallenden Kosten haben Auswirkungen auf die Abwassergebühren.

Die Gemeinde betreibt die Abwasserbeseitigung als öffentliche Einrichtung, die satzungsgemäß kostendeckend erfolgen muss. Dies bedeutet, dass Ausgaben im Zusammenhang mit der Anlage durch entsprechende Gebühren und Beiträge finanziert werden müssen.

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Fördermöglichkeiten bestehen laut Verwaltung nicht. Lediglich die Kosten für die offenen Sanierungen mit etwa 342.000 Euro sind als investive und damit aktivierungsfähige Ausgaben.

Die nach der Kostenberechnung verbleibenden 1.248.000 Euro sind als Unterhaltskosten einzustufen und müssen deshalb als laufende Betriebsausgaben über die Benutzergebühr finanziert werden.

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Für den aktuellen Zeitraum bis 2022 beträgt die Einleitungsgebühr 2,25 Euro pro Kubikmeter bei reiner Schmutzwasserentwässerung bzw. 2,51 Euro pro Kubikmeter bei Schmutz- und Oberflächenwasserentwässerung. Von 2023 bis 2030 ist laut Verwaltung mit einer Erhöhung um 1,25 Euro pro Kubikmeter zu rechnen. Nachdem nach Frischwassermaßstab abgerechnet wird und der durchschnittliche Wasserverbrauch bei etwa 43 Kubikmeter pro Person im Jahr liege, mache dies bei einem Dreipersonenhaushalt etwa 160 Euro Mehrkosten im Jahr, erläuterte Kassier Anton Görgmayr im Rahmen der Gemeinderatssitzung dem Gremium.

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