Starthilfe für defizitäre Schulbusse

Die Schülerbeförderung braucht dringend finanzielle Unterstützung. dpa

Haag – Viele Busunternehmen leiden aufgrund der aktuellen Krise unter wirtschaftlichen Ausfällen.

Besonders betroffen sind davon Schülertransporte, hieß es bei der jüngsten Sitzung des Haager Schulverbands. Dort beschloss man jetzt, Abhilfe zu schaffen, und betroffene Unternehmer im Schulverbandssprengel zu unterstützen.

Im Haager Rathaus waren dazu bereits mehrere Anfragen von Busunternehmen eingegangen, die mit der Schülerbeförderung beauftragt sind, berichtete Bürgermeisterin und Schulverbandsvorsitzende Sissi Schätz bei der Sitzung im Bürgersaal. Diese Unternehmen beantragten Unterstützungsleistungen und baten um die Übernahme der Vorhaltekosten, so Schätz.

Empfehlung aus dem Landratsamt

Daraufhin hatte die Gemeindeverwaltung Haag im Landratsamt nachgefragt, wie die Kommunen dieser Problematik begegnen sollten. Es gab folgende Empfehlung: Das Soforthilfepaket der Regierung für mittelständische Unternehmen könne den Busunternehmen „kurz- oder mittelfristig nicht wirklich weiterhelfen“. Es sei sogar zu befürchten, dass die Gemeinden bei Wiederaufnahme des Schulbetriebs keine Busunternehmer und keine Fahrer mehr haben. Also solle den Betroffenen „schnellstmöglich unbürokratische Hilfe“ zukommen. Dafür habe man „eine Fortzahlung der normal angefallenen Aufwendungen“ beschlossen. Die Kosten dafür seien ohnehin im Haushalt eingeplant. Da allerdings aktuelle Fahrten ausfielen, deshalb auch Kraftstoffkosten und Fahrzeugverschleiß für die Unternehmer nicht anfielen, habe man die Entschädigung auf 66 Prozent der normalen Tagespauschalen reduziert. Den Gemeinden werde eine ähnliche Unterstützung für die betroffenen Busunternehmer angeraten, hieß es aus dem Landratsamt.

In einer kurzen Debatte wurde in Haag auch die bevorstehende Wiederaufnahme des Schulbetriebs angesprochen. Das Schülertransportkonzept werde sich nicht einfach gestalten, vermutete Bürgermeisterin Sissi Schätz.

Beim reduzierten Anfang mit den Abschlussklassen hatte Rektorin Ulrike Zehentmaier bisher keine Probleme. Die Schüler wurden gleichzeitig in der Früh gebracht und vor Mittag bereits wieder nach Hause gefahren.

Der Beschluss für die Unterstützung der Busunternehmen fiel einstimmig. xy

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