Start gelungen – trotz Regen am Premierentag: Der Wasserburger Altstadtbiergarten kommt an

Ein Prosit auf den Biergarten auf Zeit: Mona Streit (24) und Partner Stefan Jablonski (26) aus Schongau genießen mit Alex Willschrey (29) aus Bachmehring (von links) die Atmosphäre am Inn. Weithofer (1), Burlinger (2)
  • Winfried Weithofer
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Sommer in der Stadt – trotz Corona-Pandemie, der die Stadtfeste zum Opfer fielen, will der Wirtschaftsförderungsverband Wasserburg (WFV) ein Kulturangebot unterbreiten. Am Samstag eröffnete er den Altstadtbiergarten. Schon bei der Premiere nutzen viele die Chance, wieder bei einer Brotzeit und Musik beieinander zu sitzen.

Wasserburg – Die meisten Gäste bleiben unter den Schirmen hocken, als es am Samstagabend zu nieseln beginnt. Sie genießen die bierselige Gemütlichkeit im Freien – im ersten Pop-up-Biergarten in der Geschichte von Wasserburg (Pop up: plötzlich auftauchen und wieder verschwinden, also nach dem Pandemie-Sommer).

Gitarrist Danny Street eröffnet Kulturbühne

Auf der Kulturbühne spielt die Stadtkapelle auf.

Große Brezn sind der Renner, aber auch der Wurstsalat wird gern gegessen. Der Gitarrist Danny Street sorgt auf der überdachten Kulturbühne mit Folk, Pop und Rockballaden von Dylan bis Van Morrison für Stimmung.

Bierbänke und Liegestühle

Neben dem Biergarten gibt es einen Sundowner-Bereich mit Liegestühlen, die von den Mitgliedern des Wirtschafts-Förderungs-Verbands bereitgestellt wurden. Hier kann der Sonnenuntergang am Inn genossen werden – wenn das Wetter mitspielt.

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Auf dem Festgelände an der Rampe, wo 2021 das neue Feuerwehrhaus gebaut werden soll, sind nur zufriedene Gesichter zu sehen. Edeltraud Höft (71) aus Bad Endorf ist voll des Lobes, als sie sich auf den Heimweg macht: „Also, mir hat es sehr gut gefallen, eine schöne Atmosphäre, es passt alles zusammen. Ich kann mich über nichts beschweren.“ Klar, es würden die sonst in Biergärten üblichen Bäume fehlen. Ihr Begleiter schwärmt vom leckeren Obatzt’n: „Der war echt gut.“ Beide wollen auf jeden Fall wiederkommen. „In Bad Endorf ist doch tote Hose.“ Die strikten Hygienemaßnahmen würden sie nicht abhalten: „Man ist es ja schon gewöhnt und hat die Maske eh immer dabei.“

Eine kleine Schlange bildete sich gestern am Eingang.

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Zufrieden äußert sich schon am Samstag Betreiber Manuel Scheyerl von der Eventagentur SAS. „Ich bin froh, dass es losgeht. Vom Wetter her hätten wir mehr Glück gebraucht, aber die Leute kommen trotzdem, sie nehmen das Angebot an.“ Um kurz nach 18 Uhr zählt er 165 Gäste – hauptsächlich aus der näheren Umgebung. Immer wieder muss er freilich die Besucher auf dem Weißbierkarussel auf die Abstandsregeln hinweisen. Weitere Regeln, die zu beachten sind: Ab dem Eingang bei der Registrierung gilt auf dem Gelände die Maskenpflicht. An den Tischen sitzen die Besucher ohne Maske und entsprechend den Abstandregelungen. Für die Einhaltung der Hygienemaßnahmen sind gut sicht- und somit auch auffindbar genügend viele Spender aufgestellt und verteilt worden.

Lob für die Organisation

Wie viele andere sitzt auch die Wasserburgerin Daniela Müller (49) gut gelaunt mit Bekannten an einem Tisch: „Ich find’s schön hier, es ist super organisiert.“ Ihr Ehemann Andi (52) pflichtet bei: „Es passt schon. Aber bei einem Wetter wie heute sollten mehr Schirme her.“ Für Jens-Peter Brichta (51) steht fest: „Ein Biergarten gehört auf jeden Fall in die Stadt.“

Ein Stück Normalität in der Stadt

Am gestrigen Sonntag, beim Frühschoppen mit Weißwürsten, tritt die Wasserburger Stadtkapelle mit zünftiger Blasmusik auf. Der Himmel präsentiert sich weiß-blau, die Temperaturen sind sommerlich. Eine angenehme Atmosphäre ist überall zu spüren: ein weiteres Stück wiederkehrende Normalität in der Stadt.

Die Öffnungszeiten

Der Altstadtbiergarten des WFV hat die nächsten Wochen bei gutem Wetter donnerstags bis sonntags geöffnet. Einlassende ist gegen 22 Uhr. Am Sonntag ist um 21 Uhr Schluss.

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