Starker Auftrieb und gute Qualität

Miesbach - Starker Auftrieb, gute Qualität und viele Interessenten machten schon zu Beginn des jüngsten Großviehmarkts Hoffnung. Bei den Jungkühen hätten noch mehr als die 122 angebotenen Tiere verkauft werden können. Mit 1818 Euro für die Durchschnittsjungkuh, bei 25,9 kg Milch und 2,3 kg Minutengemelk, waren die Verkäufer recht zufrieden. Da sehr qualitätsbewusst eingekauft wurde, ergab sich eine Spanne zwischen 1240 und 2450 Euro. 39 Jungkühe erzielten über 2000 Euro.

Ganz vorne zu finden war hier eine bilderbuchmäßige Manitoba-Tochter von Johann Würmseer aus Weyarn, die ihre Karriere als Milchkuh in Niedersachsen fortsetzt. Ebenfalls Spitzenpreise erzielten Töchter der Stiere Montmatre, Rumgo und Domingo. Die Verkäufer: Josef Dold, Valley, Markus Seemüller, Miesbach, und Hubert Niedermair aus Feldkirchen-Westerham. Die neuen Wirkungsstätten: Dachau, Rosenheim, Miesbach. Besonderes Augenmerk wurde von Käuferseite auf Euter, Fundament, Melkbarkeit, sowie Laufstalltauglichkeit gelegt, die Milchleistung stand nicht so stark im Vordergrund. Von der guten Nachfrage profitierten auch die fünf Mehrkalbskühe. Bei mittleren 30 kg Milch kosteten sie zwischen 1650 und 2000 Euro, im Mittel 1860 Euro. Drei Kalbinnen brachten 1547 Euro.

Nicht so gut lief es bei den Stieren. Nur ein Stier, ein Zapfhahn-Sohn der Lechner GbR aus Sauerlach erwarb die Bayern-Genetik. Bei den Natursprungstieren waren einige Verkäufer mit dem gebotenen Preis nicht einverstanden und nahmen ihre Bummerl wieder mit. Die Preise reichten von 1400 bis 2550 Euro. Der Durchschnitt für die 21 verkauften Stiere lag bei 1775 Euro. Die Hälfte der 152 verkauften Tiere haben ihren neuen Stall in Bayern außerhalb des Verbandsgebietes. Ein Viertel blieb im Verbandsgebiet, ein Viertel verteilt sich auf Norddeutschland, Holland und Südtirol. Nächster Großviehmarkt in Miesbach ist am 25. September geplant.

Langsam pendeln sich die Kälberpreise ein. Am vergangen Donnerstag lag bei einem Auftrieb von 495 Stierkälbern der durchschnittliche Auszahlungspreis bei 5,99 Euro je kg, Spitzenkälber erzielten Durchschnittspreise zwischen 6,75 und 7,34 Euro. 88 Kuhkälber zur Weiternutzung wurden zum Kilopreis von 3,20 Euro für 70 bis 80 kg, für 3,29 Euro bei 80 bis 90 kg und für 3,21 Euro für 90 bis 100 kg verkauft. 314 Euro pro Kalb bezahlten die Züchter im Schnitt für die 43 verkauften weiblichen Zuchtkälber, das gibt einen Kilopreis von 3,74 Euro.

Kälbermarkt in Miesbach ist am 4. September.

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