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Erfolgreiche Kooperation

Stadtwerke und Landwirte schützen in Wasserburg gemeinsam das Trinkwasser

Die Kooperationslandwirte mit Betriebsleiter Josef Mayer der Stadtwerke Wasserburg (Zweiter von links), und dem Wasserschutzberater Philipp Maier von Ecozept (Fünfter von links) bei der Feldbegehung im November
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Die Kooperationslandwirte mit Betriebsleiter Josef Mayer der Stadtwerke Wasserburg (Zweiter von links), und dem Wasserschutzberater Philipp Maier von Ecozept (Fünfter von links) bei der Feldbegehung im November

Die Landwirte im Wassereinzugsgebiet Fuchsthal arbeiten seit Jahren an der Verringerung des Nitrateintrags ins Grundwasser. Unterstützt werden sie dabei von den Stadtwerken Wasserburg, die den hauptsächlichen Teil ihres Trinkwassers von dort beziehen. Die Zusammenarbeit mit den Bauern trägt Früchte.

Wasserburg/Amerang – Der Acker von Heinrich Maier ist aus der Ferne kaum vom Dauergrünland im Hintergrund zu unterscheiden. Erst bei genauerem Hinsehen wird klar, hier verstecken sich Maisstoppeln zwischen den üppigen Büscheln aus Weidelgras. Hier trafen sich jetzt die Partner der freiwilligen Kooperation, um sich über die Wasserschutzmaßnahmen auf den Äckern und Wiesen rund um Evenhausen auszutauschen. In einer Pressemitteilung stellen die Verantwortlichen die Ergebnisse dar.

Untersaaten als grüne Brücke

Der Betriebsschwerpunkt der meisten Kooperationsbetriebe ist die Milchviehhaltung, einige betreiben eine Biogasanlage. Bei ihnen ist der Mais die wichtigste Ackerkultur. Mit Untersaaten wird im Wassereinzugsgebiet eine grüne Brücke zwischen zwei Anbaujahren geschlagen. „Der überschüssige Stickstoff nach der Maisernte kann dadurch von den Gräsern aufgenommen werden“, erklärt Wasserschutzberater Philipp Maier vom Büro Ecozept.

Absprache mit dem Wasserschutzberater

Damit das klappt, werden Weidelgras-Mischungen in einer gemeinsam organisierten Aktion im Juni durch einen Lohunternehmer mit spezieller Technik in die jungen Maisbestände gestreut. Die Landwirte legen sich bereits im Frühjahr auf die Maßnahme fest und sprechen Aussaattermine und Pflanzenschutz mit dem Wasserschutzberater ab.

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Bei der Feldbegehung wurde nach den Gründen für die unterschiedlich gut entwickelten Untersaaten in 2021 gesucht. Maier, der auf seiner leicht hängigen Fläche im Frühjahr bereits mit pflugloser Bodenbearbeitung und Mulchsaat experimentiert hatte, war trotz Hageleinbußen zufrieden mit der Ernte: „Das Gras hat dem Mais nichts weggenommen. Die vielen Niederschläge konnte der Mais erstaunlich gut in Ertrag umwandeln, obwohl dem Mais die Wärme der Vorjahre heuer eigentlich gefehlt hat.“

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Ein weiteres Thema der Feldbegehung war die Nachsaat von lückigen Wiesenflächen. Selbst Dauergrünland ist nur bei bedarfsgerechter Düngung und dichter Grasnarbe imstande, den im Bodenwasser gelösten Stickstoff vor Auswaschung ins Grundwasser zu schützen. Daher sind regelmäßige Nachsaaten nicht nur wichtig, um die Ertragsfähigkeit des Grünlands zu sichern, sondern tragen gleichzeitig zum Wasserschutz bei, so die Experten. Voraussetzung dafür ist, dass nicht gepflügt und neu angesät wird, sondern die Grassamen mit passender Technik eingebracht werden.

Nitratwerte bewegen sich in richtige Richtung

Als Zeitpunkt kommen dafür Frühjahr und Herbst in Frage. Die Tendenz geht immer mehr zum Herbstzeitpunkt, denn hier ergeben sich laut Wasserschutzberater Maier zwei Vorteile: „Die nötige Feuchtigkeit ist allein durch den Nebel gesichert, während im Frühjahr durch den Klimawandel zunehmend mit Trockenphasen gerechnet werden muss.“

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Auf einer weiteren Ackerfläche wurden die Erfahrungen mit dem Anbau von Zwischenfruchtmischungen besprochen. Die niederschlagsreiche Witterung im Spätsommer verzögerte heuer nicht nur die Getreideernte, sondern auch die Aussaat von Zwischenfrüchten – teilweise bis in den September. „Hier kommt es darauf an, Mischungen aus schnell wachsenden Arten zu säen, die sich trotz kühler Witterung und kurzen Tagen noch entwickeln. Bewährt haben sich hier vor allem Kreuzblütler wie Kresse, Ölrettich oder Rübsen, auch der Senf hat in solchen Fällen seine Berechtigung als Zwischenfrucht“, so Maier.

Nitratwerte verbessern sich

„Die Nitratwerte im Brunnen bewegen sich zwar nur langsam, aber in die richtige Richtung. So kann es aus unserer Sicht weitergehen“, fasste Betriebsleiter Josef Mayer von den Stadtwerken Wasserburg zusammen. Er und sein Stellvertreter Thomas Bernhart zeigten sich zufrieden mit den Maßnahmen im Trinkwassereinzugsgebiet.