Stadtrat tagt in der „Großen Kunstausstellung“ – auch im Ganserhaus Präsentation von Werken

Über den Köpfen von Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeitern schwebte ein riesiges weißes Tuch – Teil einer Kunstinstallation.

Die die Stadträte saßen umrahmt von Bildern und Skulpturen: Zum ersten Mal in der Geschichte von Wasserburg hat ein Kommunalparlament in einer Kunstausstellung getagt. Den Mitgliedern gefiel das Ambiente, das trotz vieler interessanter Werke nicht von der langen Tagesordnung, die in der letzten Sitzung vor der Sommerpause abzuarbeiten war, ablenkte. Aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln der Corona-Zeit trifft sich der Stadtrat seit Wochen im großen historischen Saal des Rathauses. Dort findet traditionell immer die „Große Kunstausstellung“ des AK 68 statt. Auf eine Vernissage musste die Künstlergemeinschaft wegen der Pandemie heuer verzichten, auf die Präsentation nicht, denn der Stadtrat war bereit, in seiner Sitzung den Werken den notwendigen Raum zu überlassen und quasi dazwischen zu tagen. Seit gestern, Sonntag, ist die Ausstellung für die Öffentlichkeit geöffnet. Die 137 Arbeiten sind nicht nur im Rathaus, sondern auch im Ganserhaus zu sehen – täglich von 10 bis 18 Uhr, bis zum 23. August. Gestern verlieh der AK 68 außerdem den Preis für junge Kunst an Maximilian Bernhard. Vor dem Rathaus weist, wie berichtet, ein großer Hase aus Bronzeguss von Susanne Beurer auf die Ausstellung hin. Vor dem Ganserhaus wurde eine 3,80 Meter hohe Skulptur aus Stahl von Peter Reich aus Schlosserberg aufgebaut. Duczek/Meindl

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