Stadtkapelle Wasserburg geht in den musikalischen Lockdown

Alles umsonst: Fleißig hatte die Stadtkapelle geprobt, doch das Konzert fällt aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen aus.
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Alles umsonst: Fleißig hatte die Stadtkapelle geprobt, doch das Konzert fällt aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen aus.

Riesenenttäuschung bei der Stadtkapelle Wasserburg: Sie muss ihr sorgsam unter Corona-Auflagen vorbereitetes Konzert nun doch absagen. Die steigenden Infektionszahlen haben noch weitere Folgen.

Von Andreas Burlefinger

Wasserburg – „Das Herbst-Konzert am 7. November findet statt!“ Das hofften die Musikerinnen und Musiker mit ihrem Vorstand Georg Machl, Stadtkapellmeister Michael Kummer sowie seine Stellvertretungen Magdalena Weber und Georg Auer noch bis vor wenigen Tagen. Seit September hatten sie mit dem vorgegebenen Abstand in der Badria-Halle intensiv geprobt. Unter Beachtung eines mit dem Gesundheitsamt Rosenheim angestimmten Hygiene-Konzepts wären bis zu 200 Besucher zugelassen gewesen. Der Verkauf der Eintrittskarten über die Musikerinnen und Musiker oder bei den Geschäftsstellen der Wasserburger Sparkasse war vorbereitet. Wegen der Virus-Pandemie sollte das Konzert nur 90 Minuten dauern. Eine Pause zwischendurch war nicht vorgesehen.

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Der stetige und zuletzt zu starke Anstieg der Infektionszahlen ließen den Verantwortlichen der Stadtkapelle jedoch keine Wahl mehr. Telefonisch erhielt Vorstand Georg Machl vom Gesundheitsamt in Rosenheim die dringende Empfehlung, das Herbst-Konzert abzusagen. Dies hat auch zur Folge, dass die Stadtkapelle bis auf weiteres in den musikalischen Lock-Down gehen wird. Denn auch für die Orchesterproben gelten die Vorgaben aus dem Gesundheitsamt.

„So viel enttäuschte Hoffnung“

Für Stadtkapellmeister Michael Kummer ist es doppelt bitter. „Nun so viel enttäuschte Hoffnung. Viel Arbeit und Gedanken zur Realisierung stecken darin. Und jetzt müssen wir das Projekt aufgeben“. Für ihn persönlich als freischaffender Musiker ist es zudem ein zweiter finanzieller Rückschlag.

Appell an die Bevölkerung

Wann es weiter gehen kann, steht in den Sternen. Und es liege an der Bevölkerung selbst, unbedingt die A-H-A-L-Regeln einzuhalten, appelliert die Stadtkapelle. „Es ist wohl die einfachste und vielleicht einzige Möglichkeit, die Zahlen der Infizierten selber wieder nach unten zu beeinflussen.“

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Dann könnte es zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr doch so sein wie immer seit vielen Jahren. Musiker der Stadtkapelle blasen Weihnachtslieder vom Kirchturm der Frauenkirche. Ansonsten wird es still sein in den Gassen der Altstadt von Wasserburg.

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