Gedenktag am 27. Januar

Kölbl legt Blumen nieder: Wasserburg gedenkt am Mahnmal der Opfer des Nationalsozialismus

Bürgermeister Michael Kölbl legte gestern am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus im Wasserburger Land ein Gesteck nieder.
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Bürgermeister Michael Kölbl legte gestern am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus im Wasserburger Land ein Gesteck nieder.
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Bürgermeister Michael Kölbl hat am Wasserburger Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus ein Gesteck niedergelegt. Anlass war der internationale Gedenktag. Genau vor einem Jahr war außerdem die Wasserburger Gedenkstätte am Heisererplatz eingeweiht worden.

Wasserburg – Über 200 Gäste hatten vor einem Jahr am Festakt teilgenommen – darunter auch Angehörige von Opfern. Ihnen geben 62 Stelen, auf denen die bisher bekannten Namen verewigt wurden, ihre Identität zurück.

Mehr als 700 Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen wurden während der NS-Zeit aus den Pflegeeinrichtungen in Gabersee und Attl deportiert und ermordet. Das Denkmal erinnert an sie und an alle weiteren Opfergruppen. Die 62 Stelen informieren und mahnen – und fordern zum Innehalten sowie zur Reflexion mit der Gegenwart auf.

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Erinnern, gedenken, mahnen

Ursprünglich hatte die Stadt für Donnerstag, 27. Januar, eine Gedenkveranstaltung mit einem Vortrag geplant. „Das haben wir coronabedingt auf unbestimmte Zeit verschoben“, sagt Kölbl. „Aber wenigstens soll mit diesem Bouquet an die NS-Opfer gedacht werden.“

Der Bürgermeister kündigte an, dass der Hintergrund des Denkmals den Schülern verstärkt vermittelt werden soll. Zudem habe die Stadt einen Nachlass erhalten, mit dem die Forschung zur NS-Zeit im Raum Wasserburg vorangetrieben werden soll. Zu diesem Zweck werde ein mit 18.000 Euro dotierter Wettbewerb ausgeschrieben.

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