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Gemeinde Unterreit wächst

Stadl bekommt neue Nachbarn: Baugebiet genehmigt

Zwischen Stadl und Elsbeth entstehen neun Parzellen. Das ist Teil I des Baugebiets Stadl Nord III.
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Zwischen Stadl und Elsbeth entstehen neun Parzellen. Das ist Teil I des Baugebiets Stadl Nord III.
  • VonMarianne Fill
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Der erste Teil des Baugebiets „Stadl Nord III“ wurde vom Gemeinderat genehmigt, allerdings mit langen Diskussionen. Die Anwohner fordern parallel zur geplanten Wohnbebauung einen Ausbau der Infrastruktur.

Unterreit – Der Unterreiter Orsteil Stadl wird wachsen: Der Gemeinderat hat den ersten Teil des Bebauungsplanes befürwortet. Neun neue Parzellen sollen entstehen. Doch der Entscheidung ging eine lange Diskussion voraus. Bürgermeister Christian Seidl debattierte mit dem Gemeinderat über die schriftlich eingegangen Stellungnahmen der Stadler Bürger.

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Die Anwohner fordern angesichts des Zuwachses eine Erweiterung der Infrastruktur – etwa durch eine Begegnungsstätte, einen Seniorentreff, einen Jugendraum und einen Dorfladen. Auch der Kindergarten müsse eventuell ausgebaut werden. Stadl hätte eine rückläufige Dorfentwicklung, jetzt bestehe die Möglichkeit, dem mit dem neuen Baugebiet entgegenzuwirken, so die Anwohner.

Bürger wollen beteiligt werden

So könnte eine Gestaltung mit Obstbäumen, Bänken, Schachfeld oder Ähnlichem dazu beitragen, das Dorfleben zu aktivieren. Gefordert wurde außerdem eine Beteiligung der Öffentlichkeit und Erörterung. Sie sollte im Rahmen einer Bürgerversammlung stattfinden. Angesprochen wurde der Wunsch nach einem öffentlichen Platz (Dorfanger) für Veranstaltungen, verlangen die Anwohner. Für ein aktives Dorfleben sei momentan kein öffentliches Areal vorhanden. Gerade für Zugezogene gelte es, oft eine größere Hemmschwelle zu überwinden. Als Treffpunkt wurde das Kloster als Mittel- und Blickpunkt des Ortskerns vorgeschlagen. Genutzt werden könnte die Fläche zwischen Kloster und zukünftiger Bebauung.

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Auf Anfrage der Wasserburger Zeitung erklärte Seidl, dass mit den Verantwortlichen des Klosters bereits gesprochen wurde, ob Räume für Seniorentreffen oder Ähnliches zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Antwort stehe noch aus. Der Rathauschef äußerte sich in der Sitzung, dass er die dargestellten Ansprüche überzogen finde. Die Forderungen könnten nicht befürwortet werden. Keine Parzelle werde für etwaige Gebäude geopfert. Außerdem sei Stadl in der glücklichen Lage, dass bereits ein Kramerladen im Ort sei und es Gaststätten und Angebote für Senioren und Jugendliche in der näheren Umgebung gebe, so der Rathauschef. Positiv wurde in den vorliegenden Stellungnahmen der Bürger die Ausweisung eines verkehrsberuhigten Bereichs zwischen Klosterweg und Elsbetherweg gesehen.

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Max Binsteiner (UWG) monierte, dass die Einsprüche erst eine Woche vor der Sitzung zur Verfügung gestanden hätten. Somit wäre die Einarbeitungszeit zu kurz gewesen. Thomas Mittermair (FWG) erinnerte daran, dass alle eingereichten Einsprüche früher schon besprochen wurden – und somit nichts Neues wären. Außerdem, so betonte er, gebe es genügend Vereine und Organisationen, denen sich Zugezogene anschließen könnten. Der Satzungsbeschluss für den ersten Teil des Baugebiets „Stadl Nord III“ mit neun Parzellen wurde vom Gremium mit elf Stimmen befürwortet, Bin-steiner stimmte dagegen.

Bedenken der Bürger ausgeräumt

Die anfängliche Skepsis der Anwohner und Stadler Bürger gegen das Baugebiet sei durch offene Gespräche und Transparenz durch die Gemeinde Unterreit abgeflacht, erklärt der Rathauschef auf Nachfrage. „Die Situation hat sich um einiges beruhigt. Ich bin auf die Bürger zugegangen und konnte mit offenen Gesprächen viele Bedenken der Anwohner ausräumen“, erzählt Seidl.

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Weiter gehe es mit der Erschließung. Das Ausschreibungsverfahren laufe, die Bewerber würden durch ein Punktesystem ausgewählt, so der Bürgermeister.

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