Finanzen für das Jahr 2021

Stabiler Haushalt trotz Corona: Schulsanierung und Neubaugebiete sind zentrale Themen in Isen

Der Schlittenberg am Bräuanger ist beliebt. Wegen der Sanierung und Vergrößerung der Schule wird mit dem Rodelvergnügen aber im nächsten Winter vermutlich Schluss sein. Da bereits im Herbst 2021 mit der Sanierung des Turnhallendachs und dem Anbau begonnen werden soll, machen sich die Kosten im aktuellen Haushalt bemerkbar.
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Der Schlittenberg am Bräuanger ist beliebt. Wegen der Sanierung und Vergrößerung der Schule wird mit dem Rodelvergnügen aber im nächsten Winter vermutlich Schluss sein. Da bereits im Herbst 2021 mit der Sanierung des Turnhallendachs und dem Anbau begonnen werden soll, machen sich die Kosten im aktuellen Haushalt bemerkbar.

Isen – Schulsanierung und die Erschließung von Baugebieten sind die bestimmenden Themen des Isener Haushalts 2021.

Die Pandemie macht sich nach Aussagen des Rathauses bemerkbar – bei einer heuer vorsichtiger als sonst angesetzten Einkommensteuereinnahme und bei der Tatsache, dass bei der Sanierung der Aussegnungshalle Posten verschoben werden. Für die Aussegnungshallen sind zwar 238.000 Euro geplant. Um die Gebühren bei der heuer anstehenden Kalkulation nicht übermäßig ansteigen zu lassen, wurde die Sanierung von Dach und Toiletten aber verschoben.

Volumen von23,8 Millionen Euro

Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von rund 23,8 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt summiert sich auf 13,8 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf zehn Millionen. Der Marktgemeinderat verabschiedete den Etat einstimmig.

Weil beim ersten Entwurf die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung nicht erreicht wurde, hat Kämmerin Sandra Steinkirchner den Haushalt auf Einsparpotenzial durchforstet. Pauschal um zwei Prozent gekürzt hat sie die Ausgaben in den Haushaltsstellen, die frei kalkulierbar oder nicht budgetiert sind. Feuerwehr, Wasser und Abwasser sowie Friedhof waren daher von der Streichung ausgenommen.

Fündig geworden ist die Kämmerei dagegen unter anderem bei den Personalkosten. Da die tatsächliche Lohnerhöhung nur 1,4 Prozent beträgt und zudem erst ab April 2021 greifen wird, sei die Kürzung um zwei Prozent zu vertreten, sagte Steinkirchner in der Sitzung. Knapp 3,2 Millionen Euro sieht die Kämmerin jetzt als Ausgaben für Löhne und Gehälter vor.

Dass der Ansatz trotzdem gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, begründete sie auch mit der vom Gemeinderat beschlossenen Zulage und der Einstellung eines Mitarbeiters für die EDV. Die Personalkosten sind nach der Kreisumlage der größte Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt. Knapp 3,25 Millionen Euro rechnet die Verwaltung, bei einem voraussichtlichen Umlagesatz von 50,5 Prozent an den Kreis abführen zu müssen.

Auf der Einnahmeseite hat Steinkirchner die Einkommensteuer gegenüber 2020 um 400 000 Euro nach unten korrigiert. Gestiegen ist hingegen der Gewerbesteueransatz. „Der Ansatz wurde aufgrund des voraussichtlichen Ergebnisses im Haushaltsjahr 2020 erhöht“, heißt es dazu im Vorbericht.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt in Isen beträgt knapp 743 000 Euro und überschreitet die Pflichtzuführung nur marginal. Sie muss die Kreditbeschaffungskosten und die ordentliche Tilgung decken. Insgesamt macht die Zuführung nur knapp acht Prozent an der Finanzierung des Vermögenshaushalts aus.

Zu über 50 Prozent wird der Investitionshaushalt aus Krediten finanziert: Die Verwaltung rechnet damit – sollten alle geplanten Maßnahmen durchgeführt werden – 5,16 Millionen Euro aufnehmen zu müssen. Durch den Verkauf von Grundstücken soll ein Teil des Kredits refinanziert werden.

Der Markt rechnet im Bereich der Südlichen Haager Straße mit Einnahmen durch veräußerte Baugrundstücke in Höhe von 1,13 Millionen Euro, in Mittbach Süd mit 429 000 Euro und in der Steinlandstraße II mit 290 000 Euro. Rund 530 000 Euro an Fördermitteln von Bund und Land fließen für den Breitbandausbau in die Gemeindekasse.

Die größten Ausgabenposten sind die Kosten des Feuerwehrhauses in Mittbach (2 Millionen Euro) und die Schulsanierung, die 2021 mit rund 1,5 Millionen Euro für die Mittelschule und 1,17 Millionen Euro für die Grundschule zu Buche schlägt.

Schuldenstand bei 14,3 Millionen Euro

Auch beim Straßenunterhalt wurde der Rotstift angesetzt. Im Haushalt stehen der Straßenbau an der ED 20 und der Bau des Gehwegs an der ED 20 in Mittbach für 200 000 Euro, die Ertüchtigung der General-Moreau- Straße für 10 000 Euro und der Straßenbau im Baugebiet mit 575 000 Euro. Rund 1,56 Millionen Euro gibt die Kommune für die Kredittilgung aus, 207 000 Euro werden der Rücklage zugeführt. Der Schuldenstand wird Ende des Jahres 14,3 Millionen betragen.

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