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Konzert auf dem Drahtesel

St. Wolfganger Chor „Just Voices“ radelt mit Zuhörern und singt auf dem Gottesacker

St. Wolfgangs Chor „Just Voices“ auf Radl-Konzert-Tour. Eine Station war der Lappacher Friedhof.
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St. Wolfgangs Chor „Just Voices“ auf Radl-Konzert-Tour. Eine Station war der Lappacher Friedhof.
  • VonHermann Weingartner
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„Just Voices“, der junge Chor aus St. Wolfgang, hat sein erstes Radl-Konzert veranstaltet. 25 Radler fuhren mit auf die Gesangstour zu fünf Stationen. Pünktlich mit dem 18-Uhr-Glockenschlag startete vor der St. Wolfganger Pfarrkirche in der Hofmark das ungewöhnliche Konzertprojekt von „Just Voices“.

St. Wolfgang – Rund um den St. Wolfgang-Brunnen hatten sich die Zuhörer – zumeist mit E-Bikes – eingefunden. Der Einstimmung mit „Hallo, schön, dass ihr da seid“ aus der Feder von Oliver Gies, folgte Kathi Stimmers „Ich rufe dich bei deinem Namen“.

Lautsprecher über Autobatterie mit Strom versorgt

Alle Lieder wurden unplugged vorgetragen, begleitet von Chorleiter Anderl Hintermaier am Keyboard. Das Instrument samt Lautsprecher wurde über eine Autobatterie mit Strom versorgt. Die Technik dazu befand sich in einem Radlanhänger, den der Initiator der Aktion, Anton Schwimmer, mit seinem E-Bike zog.

Sportlich mit Musik unterwegs

Zuerst ging es Richtung Norden – an der Goldach entlang – nach Großschwindau zur zweiten Station im Hof beim „Meser“. Dort erfreuten die 14 Sänger zunächst mit einem afrikanisch-englischen Lied: „Siyahamba“, gefolgt von „Zusammenwachsen“, auch dieses von Kathi Stimmer.

Nach der Gesangsstärkung folgte laut Schwimmer der schwierigste Teil der Tour. Bei Endgassen ging es „ziemlich gaach den Berg auf“, schilderte Hintermaier.

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Danach erreichte die Radlergruppe die dritte Station, den Pestfriedhof, den Höhepunkt der musikalischen Radltour. Mitten im Wald am „Pestkreuz“ gab es a capella „Übern See“ von Lorenz Maierhofer und „Weit weit weg“ von Hubert von Goisern zu hören. Die einmalige Stimmung an dem mystischen Ort, der Gesang und die Liedtexte begeisterten die Zuhörer. So mancher bekam eine Gänsehaut.

Gesang auf dem Gottesacker

Ungewöhnlich war auch der nächste Auftritt der kleinen „Just Voices“-Besetzung. Gesungen wurde mitten im neuen Teil des Lappacher Friedhofs – dort, wo sonst ein Holzkreuz steht. „Maria, hell leuchtender Stern“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“ waren die passenden Lieder.

Die vorletzte Konzertrast führte zur alten Linde beim „Giglberger“ hoch über St. Wolfgang. Die Zuhörer genossen zu afrikanischen Klängen „Amovolovolo“ und passenderweise danach beim Lied „Top of the World“ von den Carpenters die Aussicht über das Goldachtal.

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Zum Finale ging es wieder hinunter ins Tal, in den St. Wolfganger Pfarrhofgarten. Mit der mächtigen Kirche im Hintergrund endete das Kulturerlebnis mit „Masithi Amen“, „Our God“ und „S Lebn is wiar a Traum“. Nach kräftigem Beifall gab es als Zugabe „Goodnight sweetheart“ und um 20 Uhr ertönten als Schlussakkord eines kurzweiligen Abends die Kirchenglocken.

Die außergewöhnliche Gesangstour wird am Sonntag, 12. September, um 15 Uhr, wiederholt. Start ist wieder in der Hofmark. „Just Voices“ freut sich auf viele Mitradler bei den weiteren Konzerten. „Die Tour ist auch für Ungeübte machbar. Das hab ich bei der ersten Konzertrunde gesehen“, versichert der Chorleiter.

Für die weiteren Konzerte brauche es keine 3G-Regel, da man sich nur im Freien aufhalte.

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