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Energiewende

St. Wolfgang genervt: Darum lehnt der Gemeinderat die Anträge für Solaranlagen ab

Grundsätzlich ist der Sankt Wolfganger Gemeinderat für eine Freiflächen-Solaranlage, wie auf unserem Symbolbild.
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Grundsätzlich ist der Sankt Wolfganger Gemeinderat für eine Freiflächen-Solaranlage, wie auf unserem Symbolbild.
  • VonHermann Weingartner
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St. Wolfgang hat sich für erneuerbare Energien ausgesprochen. Jetzt bekommt die Kommune Angebote für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Warum der Gemeinderat sie trotzdem ablehnt.

Sankt Wolfgang – Erneut hat sich der Gemeinderat St. Wolfgang mit dem Antrag eines Investors auf informellen Vorbescheid zur Ausweisung eines Sondergebietes „Photovoltaik Armstorf 2“ beschäftigt. Diesmal ging es um Flächen östlich der B 15, direkt entlang der A 94. Wie schon kürzlich bei einem gleichen Antrag für ein Areal in dem Bereich gegenüber westlich der B 15 (wir berichteten) hatte der Gemeinderat auch den neuerlichen Antrag einstimmig zurückgewiesen.

Investoren ziehen durch das Land

Zu beobachten sei, dass angesichts der Strompreisentwicklung jetzt Investoren übers Land ziehen, die überall Freiflächenphotovoltaik-Anlagen errichten wollten, stellte Franz Göschl (WG Schönbrunn/Gatterberg) fest. Das Vorhaben brauche man aber nicht an der beantragten Stelle. Markus Eberl (Entwicklung Gemeinsam) betonte, man könne über derartige Anträge schon beraten, wobei der Weg klar sein müsse: „Der Grundstückseigentümer muss auf die Gemeinde zukommen“.

Florian Axenböck (FW) bewerte das Vorgehen als „schlecht“, wenn ein Investor einen Antrag auf Freiflächen-Photovoltaik stelle, aber noch mit keinem Grundeigner gesprochen habe. Der Gemeinderat diskutiere dann darüber, ohne dass das Gremium wüsste, ob der nötige Grund zur Verfügung stehe. Und das nerve, so der allgemeine Konsens. Der Rat war sich einig, dass es bei derartigen Anträgen künftig nur noch weitergehend tätig werde, wenn die Grundstücksverfügbarkeit vorher eindeutig vom Antragsteller geklärt sei. Das sei nicht Sache der Kommune, sagte Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW). Zur aktuellen Anfrage habe er mit den Grundeignern gesprochen: „Die wissen davon nix“.

Dass jetzt weiter solche Anträge ins Rathaus flattern liege wohl auch daran, dass der Gemeinderat kürzlich öffentlich seine grundsätzlich positive Haltung zu alternativer Energieerzeugung geäußert hatte. Aber dazu nun auch der einstimmige Beschluss, der allen Interessenten im Vorfeld klar machen solle, dass der Gemeinderat grundsätzlich Freiflächen-Photovoltaik für denkbar hält, aber der oder die Antragsteller zur Gemeinde kommen müssen und vorher die Grundverfügbarkeit geklärt haben. Egal sei, ob sich ein Grundbesitzer dafür einen Investor ins Boot hole.

Ein Landwirt unter den Zuhörern sagte der Wasserburger Zeitung nach der Sitzung, dass die aktuell beantragte Fläche leicht nördlich abschüssig und so nicht besonders ideal für Sonnenstromerzeugung sei. Er gab auch zu bedenken, dass auf dieser Ackerfläche bis etwa 80 Tonnen Getreide erzeugt werden. Ob man gerade jetzt in der angespannten Situation mit zu wartenden Getreidelieferausfällen aus der Ukraine wertvolles Ackerland aufgeben sollte, müsse sehr genau überlegt sein, so der Landwirt.

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