Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Sogar ein Ehepaar aus Heidelberg zum Impfen angereist

688 Impfwillige nutzen die „Astra-Ü40-Impfung“ in der Goldachhalle in St. Wolfgang

Knapp 700 Impfdosen wurden verimpft: Arzthelferin Petra Keiling und Allgemeinarzt Udo Hahn bei der Vorbereitung.
+
Knapp 700 Impfdosen wurden verimpft: Arzthelferin Petra Keiling und Allgemeinarzt Udo Hahn bei der Vorbereitung.
  • vonHermann Weingartner
    schließen

Ohne Anmeldung konnte in St. Wolfgang jeder Impfwillige ab 40 Jahren eine Corona-Erstimpfung bekommen. Organisator war die die Praxiskooperation „Hausärzte im Isental“. Die Impfwilligen wollten vor allem wieder „etwas mehr Normalität“. Dazu reiste ein Ehepaar sogar aus Heidelberg an.

St. Wolfgang – Obwohl die Covid-19-Infektionen auch im Landkreis stark sinken müssen die letzten Meter in eine neue „Normalität“ noch gegangen werden. „Impfen, impfen“, sei der einzige Ausweg aus der Pandemie und „da zählt jede einzelne Spritze“, betonte in diesem Zusammenhang noch einmal Allgemeinarzt Udo Hahn aus St. Wolfgang im Gespräch mit unserer Heimatzeitung.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Chrysovalantis Kantzeloglou hat er eine große „Astra-Ü40-Impfung“ am Samstag und Sonntag in der Goldachhalle organisiert (wir berichteten). Bestens vorbereitet und organisiert war das gesamte Impfteam bereit, bis zu 3000 Spritzen setzen zu können. Insgesamt freuten sich 688 Impfwillige über eine Erstimpfung mit AstraZeneca. Ein Ehepaar war sogar extra aus Heidelberg (Baden-Württemberg) angereist für den Impftermin.

Lesen Sie auch: Ü40-Impfaktion in Goldachhalle in St. Wolfgang: 3000 Dosen AstraZeneca stehen bereit

„Insgesamt hätten es schon mehr Impfwillige kommen können“, sagte Hahn. Er sei „aber nicht enttäuscht“. Es sei ja auch kein Wettbewerb nach dem Motto: „Wer hat die meisten Leute geimpft?“ Es gehe einfa ch darum, Impfangebote zu machen, „um aus der Pandemie-Situation heraus zu kommen“. Für Hahn war zudem wichtig, dass die Aktion sehr gut abgelaufen und es zu keinen medizinischen Notfällen gekommen sei.

Bei der Aufklärung der Impfwilligen half auch Ruheständler Dr. Erich Ertl mit.

Der Erste kam um 6 Uhr

Hinter der Aktion stand die Praxiskooperation „Hausärzte im Isental“, die damit einen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie leisten wollte. An beiden Tagen wurde jeweils von 8 bis 20 Uhr geimpft. Die Gelegenheit ohne Priorisierung und Voranmeldung an eine Covid-19-Schutzimpfung zu bekommen zog viele Leute aus St. Wolfgang, Dorfen und dem ganzen Landkreis an. Aber auch überregional, wie aus der Region Wasserburg/Rosenheim oder Deggendorf, kamen Impfwillige angereist und ganz besonders aus dem Raum München. Was alle Besucher einte, war, dass sie vor Ort trotz vielfältiger Bemühungen bisher kein Impfangebot bekommen hätten.

Der größte Andrang herrschte am Samstag zum Start. Da waren erste Impfwillige schon kurz nach 6 Uhr gekommen, um ganz sicher zu gehen, endlich den ersehnten Piks in dem Arm zu bekommen. Die Impf-Motivation war bei allen ziemlich gleich, wie zu hören war.

Großer Wunsch nach „etwas mehr Normalität“

Alle sehnten sich vor allem wieder nach „etwas mehr Normalität“ und Sicherheit vor einem schweren Covid-Krankheitsverlauf. Auch unkompliziertes Reisen und Urlaub machen war für viele Impfwilligen eine starke Motivation. Die Impfung sei der „einzige Weg zurück ins normale Leben“ und auch das „Testen“ falle weg, meinten nicht wenige. Andreas Redel habe von der Sonderaktion erfahren und war zum Impfen angereist: „Das passte optimal“. Der Putzbrunner sagte unserer Zeitung, er wolle im August in Urlaub fahren – „ohne Stress mit der Rückreise-Quarantäne“.

Lesen Sie auch: St. Wolfgang: Garteln im Verein bisher nur im Familienverbund

Die Aktion sei sehr gut organisiert gewesen, berichteten viele der Geimpften beim Verlassen der Goldachhalle. Nur Samstagvormittag gab’s zwischendurch eine längere Schlange und etwa 45 Minuten Wartezeit bis zum Einlass.

Bürgermeister Ullrich Gaigl machte gegenüber unserer Zeitung deutlich, auch für ihn sei klar, nur über’s impfen gehe der Weg aus der Pandemie.

„Da steckt viel Arbeit drin“

Er finde die „Aktion ganz toll“, da steckte viel Arbeit und Engagement aller Beteiligten dahinter. Die Gemeinde stellte die Goldachhalle kostenlos zur Verfügung, um „diese wichtige Aktion“ zu unterstützen. Beteiligt waren rund zwanzig erfahrene Arzthelferinnen, die die Spritzen setzten und mehrere Ärzte zur Impfaufklärung und Notfallbetreuung.

Die Freiwillige Feuerwehr St. Wolfgang unterstütze die Aktion kräftig mit Technik und Verkehrsregelung. Für mehr als genügend Impfdosen von AstraZeneca hatte die Dorfener Parkapotheke von Jens Krautscheid gesorgt.

Kommentare