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Kunst aus dem Kloster Altenhohenau in anderen Kirchen und Kapellen

Spuren im Umkreis hinterlassen

Sakrale Kunst, die aus Altenhohenau stammen könnte, ist in mehreren Kirchen der Region zu sehen. So verweisen sowohl das Ölgemälde der Rosenkranzspende in Seeleiten wie der Stuckmarmor-Altar in Sendling auf Altenhohenau. Fotos Steffan
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Sakrale Kunst, die aus Altenhohenau stammen könnte, ist in mehreren Kirchen der Region zu sehen. So verweisen sowohl das Ölgemälde der Rosenkranzspende in Seeleiten wie der Stuckmarmor-Altar in Sendling auf Altenhohenau. Fotos Steffan

Griesstätt-Altenhohenau - Welche Kunstschätze aus dem Kloster Altenhohenau durch die Säkularisation verloren gegangen sind oder zumindest aus ihrem Zusammenhang gerissen wurden, lässt sich nach Ansicht von Kreisheimatpfleger Ferdinand Steffan vielleicht noch erahnen, wenn man einige der Kapellen im weiteren Umkreis aufsucht. Der Altar mit dem Stuckmarmor-Retabel und den beiden flankierenden Heiligen Petrus und Paulus in Sendling beispielsweise verweist laut Steffan eher auf das Patrozinium der Klosterkirche von Altenhohenau als auf eine Herkunft aus Attel.

Die kleine Kapelle in Kettenham dürfte nach Ansicht von Steffan einen Altar aus Altenhohenau bergen, der aus Altteilen zusammengesetzt wurde, da die rückwärtigen Verkleidungsbretter die Jahreszahl 1573, Fragmente eines Weltgerichts und weibliche Namen als Stifter nennen. Eine gotische Marienfigur, die lange in der Nische stand, ist leider verschwunden.

Ungeklärt ist laut Steffan auch die Herkunft des Altares in Holzhausen, deren Kapelle das seltene Patrozinium "Maria Schnee" hat. Das Altarblatt ist mit 1663 datiert, doch sind die Stifterwappen und Initialen bislang nicht vollständig auflösbar, so der Kreisheimatpfleger.

Was nicht passte, wurde eingepasst

Sicher ist laut Steffan, dass der Altar einerseits verkleinert und andererseits aus Elementen verschiedener Stilepochen zusammengesetzt wurde. Da sakrale Ausstattungen innerhalb eines Pfarrsprengels weitergereicht wurden, kann eine Versetzung aus Altenhohenau angenommen werden.

Ein Gemälde mit der sogenannten Rosenkranzspende an Dominikus und Katharina von Siena in einer Kapelle in Seeleiten verweist laut Steffan mit einiger Wahrscheinlichkeit auf eine Dominikaner-Kirche, obwohl auch in anderen Gotteshäusern Verweise auf die Einführung des Rosenkranzes zu finden sind.

Manche Gegenstände wurden nach der Wiederbesiedlung des Klosters dem neuen Konvent zurückgegeben, andere gelangten auf Umwegen nach Wasserburg in das städtische Museum. "Auch wenn das Kloster nun erneut schließt, bleibt es eine Aufgabe der Kunst- und Heimatforschung, den Spuren aus der Geschichte Altenhohenaus nachzugehen, ehe die Quellen dafür gänzlich versiegen", so Steffan. fst

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