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AUS DEM GEMEINDERAT

Sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen entlasten Soyener Haushalt

Der Gemeinde Soyen ist trotz Corona nicht bange. Die Gewerbesteuereinnahmen steigen voraussichtlich heuer um 200.000 Euro auf 850.000 Euro. Die Gemeinde hat 2,9 Millionen Euro Rücklagen. Grafik: Klinger
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Der Gemeinde Soyen ist trotz Corona nicht bange. Die Gewerbesteuereinnahmen steigen voraussichtlich heuer um 200.000 Euro auf 850.000 Euro. Die Gemeinde hat 2,9 Millionen Euro Rücklagen.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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„Eine super Geschichte“ ist die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde Soyen für das Jahr 2021, sagt Geschäftsstellenleiter Georg Machl im Gemeinderat. Sie entlasten den Haushalt.

Soyen – Mit dem Haushaltsplan 2021 und der dazugehörenden Satzung hat sich der Gemeinderat Soyen in seiner jüngsten Sitzung befasst. Jeweils zehn Einzelpläne – für Verwaltungs- und Vermögenshaushalt – stellte Georg Machl, Geschäftsleiter der Verwaltung, den Räten vor. Danach wurde die Satzung einstimmig (13:0) beschlossen.

5.000 Euro für Masken, Test, und Co.

Darin sind durchaus interessante Zahlen enthalten. Zum Beispiel werden Aufwendungen für Corona in einem eigenen Posten auf 5000 Euro (Masken, Tests und „sonstige Geschichten“) veranschlagt. Für das Zentralstandesamt Wasserburg fallen 17.500 Euro an. Die Vereinbarung mit dem Tierheim Ostermünchen kostet die Gemeinde 7000 Euro (Ausgleich für Fundtiere), für Hundetoiletten muss sie 1.000 Euro aufwenden.

Hundesteuer: 10.000 Euro

Andererseits soll die Hundesteuer 10.000 Euro bringen, 1000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Die beiden Feuerwehren (Soyen und Schlicht) schlagen mit 102.000 Euro zu Buche. Auch im Bereich Schule und Kindergärten ist die Gemeinde mit viel Geld dabei: Für die Schulverbandsumlagen an Edling und Wasserburg zahlt sie 125.000 Euro.

Lesen Sie auch: Gemeinderat Maitenbeth thematisiert Jahresrechnung und überplanmäßigen Ausgaben

Die Kulturpflege lässt sich Soyen einiges kosten: 10.000 Euro gibt es etwa für die Sanierung der Kapelle Strohreit. Auch für sogenannte Ordnungsbestattungen muss die Gemeinde aufkommen: Im Einzelplan 7 werden dafür 10.000 Euro veranschlagt – damit werden Todesfälle abgedeckt, für die keine Angehörigen zu finden sind. „Dann muss die Gemeinde die Kosten übernehmen“, erläuterte Machl.

Zuversichtlicher Machl

Die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen stimmt ihn zuversichtlich: Sie steigen laut Planung von 650.000 auf 850.000 Euro.

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„Eine super Geschichte. Unsere Gewerbebetriebe sind eben sehr fleißig und breit aufgestellt“, so Machl. Er drückte die Hoffnung aus, dass sie die Corona-Pandemie „gut überleben“. Insgesamt knapp 180.000 Euro kann dem Vermögenshaushalt aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden.

Gewerbebetriebe breit aufgestellt

Im Vermögenshaushalt sind die Investitionen der Gemeinde ausgelistet. So zahlt sie für Umbaumaßnahmen im Rathaus (z. B. Bürobeleuchtung und Sitzungssaal) 40.000 Euro und für neue Piepser der Feuerwehren insgesamt 22.500 Euro. Die alten, analogen Piepser werden noch in diesem Jahr abgeschaltet, ein neues Gerät kostet laut Machl 500 Euro.

Bahnbrücke und Bahnübergänge

Knapp 3,7 Millionen Euro fließen nach Einzelplan 6 in das Bau- und Wohnungswesen sowie in den Verkehrsbereich. Im Betrag enthalten sind 100.000 Euro, damit die von Corona gebremste Dorferneuerung vom Arbeitskreis in Angriff genommen werden kann. Für die im vergangenen Jahr fertiggestellte Bahnbrücke Mühlthal und weitere Bahnübergänge fallen 310.000 Euro an, für den Radwegebau 45.000 Euro (Vorplanung der Strecke Polln-Hörgen, Fertigstellung der Strecke B15-Strohreit).

Guter Rücklagenstand hilft sehr

Machl verwies darauf, dass auf die Gemeinde viele Aufgaben zukämen. Zupass kommt ihr dabei ein guter Stand der Rücklagen. Dies geht vor allem auf ein im vergangenen Jahr geändertes Eisenbahnkreuzungsgesetz zurück, das die Kommunen von der Beteiligung an den Kosten für Baumaßnahmen zur Überquerung von Gleisen befreit.

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